Der StudiFinder - Hintergründe und zusätzliche Informationen

Der StudiFinder – Hintergründe und zusätzliche Informationen

Das Konzept des StudiFinders wurde vor dem Start mit rund 200 Schülerinnen und Schülern getestet. Für die Interpretation der eingesetzten Tests liegen Vergleichswerte von bis zu 40.000 Personen aus der Zielgruppe vor. Zur Entwicklung des Tools haben auch Studierende vieles beigetragen. Was der StudiFinder mit Partnerbörsen gemeinsam hat, wie er weiterentwickelt wird und welche Besonderheiten ihn kennzeichnen, lesen Sie in dieser Übersicht.

Studentische Beteiligung

„Der StudiFinder ist nicht 'theoretisch' entstanden, sondern auf Grund unserer langen Erfahrungen mit Orientierungstools und in engem Kontakt zur Zielgruppe“, sagt Entwickler Prof. Dr. Heinrich Wottawa (Fakultät für Psychologie der RUB):

  • In der Planungsphase haben Bochumer Studenten (Prof. Wottawa: „unsere Studentische Unternehmensberatung") durch Befragungen in der Zielgruppe wesentlich die Namensfindung und die optische Gestaltung unterstützt;
  • Das Logo wurde von Studenten der FH Düsseldorf entwickelt;
  • In zwei "Transferarbeiten" haben Studierende mit Schülern erarbeitet, welche Aspekte des StudiFinders für die Nutzer besonders wichtig sind.

Evaluation und Weiterentwicklung

  • Die RWTH Aachen evaluiert das Tool in den nächsten beiden Jahren systematisch, damit es aufbauend auf den Erfahrungen der Nutzer und Berater immer weiter optimiert werden kann.
  • Für 2013 ist bereits eine Weiterentwicklung des StudiFinders geplant. Das Tool soll in einer zweiten Ausbaustufe auch die Möglichkeit bieten, dass Studieninteressierte online ihr Wissen in ausgewählten Bereichen, etwa Mathematik, prüfen können. Sie erfahren dann, ob sie vor Beginn des geplanten Studienganges noch etwas zur Wissensvertiefung tun sollten, etwa einen der angebotenen Vorkurse besuchen, um den Vorlesungen von Beginn an gut folgen zu können.

Besonderes

  • Eine besondere Stärke des Tools ist, dass die Hochschulen direkte Links zu allen rund 1.800 Studiengängen bereitgestellt haben. Man kann also immer, wenn ein Studiengang interessiert, sofort die Infos der Hochschule speziell zu diesem Studiengang anklicken – und damit man sich nicht merken muss, was da alles steht, hat man die elektronischen Arbeitshilfen im StudiFinder wie Notizen, Favoriten, Blacklist.
  • „Das konzeptuelle Vorbild für den StudiFinder waren gute Partnerbörsen“, sagt Prof. Wottawa. Strukturell habe die Entscheidung für einen Studiengang sehr viel mit der Partnerwahl zu tun: Es gibt unzählige theoretisch mögliche Optionen, davon sind einige sicher unpassend, viele aber gut passend – jedoch ohne die Möglichkeit vorher zu wissen, welche davon wirklich für später die beste Wahl gewesen wäre. „Der leider bestehende Unterschied ist, dass die starke emotionale Belastung durch viele ‚gleich gut passende Optionen ohne rationale Entscheidungsmöglichkeit dazwischen‘ in der menschlichen Evolution durch spezielle ‚Verliebtheits-Hormone‘ gelöst wird“, so Prof. Wottawa. „So etwas haben wir bei der Studiengangwahl nur bei sehr wenigen Abiturienten“, fügt er mit einem Augenzwinkern hinzu. Der StudiFinder ist somit eine Hilfe im Entscheidungsprozess, damit Studierende später ihre Wahl nicht bereuen.

Zusammengestellt von Jens Wylkop
 


Video Tutorial zum StudiFinder


Video Tutorial

Das von der Stabsstelle eLearning entwickelte Video Tutorial zum StudiFinder bietet den zentralen und dezentralen Studienberatern aller Hochschulen die NRW die Möglichkeit, sich über den StudiFinder zu informieren und auf eventuelle Veränderungen in den Beratungsgesprächen vorzubereiten.

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