Bochumer Didaktik-Projekt erhält 50.000 Euro

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Nummer 21 - Bochum, 17.02.2016

Bochumer Didaktik-Projekt erhält 50.000 Euro

„KEMIE“ läuft seit 2008 an der Ruhr-Universität

Eltern und Kinder entdecken gemeinsam Naturwissenschaften

Das RUB-Projekt KEMIE (Kinder erleben mit ihren Eltern Chemie) hat den mit 50.000 Euro dotierten ersten Preis der Stiftung Polytechnische Gesellschaft gewonnen. Es setzte sich aus insgesamt 118 Bewerbungen durch. Medienvertreter sind eingeladen, sich das Gewinnerprojekt am 27. Februar an der RUB anzusehen.

Über 1.200 Teilnehmer

Am 16. Februar würdigte die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Prof. Dr. Katrin Sommer (Lehrstuhl für Didaktik der Chemie) für ihr erfolgreiches Lernkonzept KEMIE, an dem bereits über 600 Eltern-Kind-Paare teilgenommen haben. Mit dem ersten Preis für Didaktik der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik erhielt die RUB-Professorin 50.000 Euro.

Bereits der neunte Jahrgang startet

Das Projekt KEMIE von Sommer ermöglicht es Kindern, gemeinsam mit ihren Eltern im Alfried Krupp-Schülerlabor zu experimentieren und zu forschen. Sowohl die Kinder als auch die Eltern lernen neue Perspektiven auf Naturwissenschaften kennen und erfahren, wie relevant zum Beispiel Chemie für ihren Alltag ist.

Seit 2008 nehmen Schüler der dritten bis fünften Klassen zusammen mit einem Elternteil im KEMIE-Projekt chemische Fragen unter die Lupe. Im Alfried Krupp-Schülerlabor der RUB experimentieren sie selbst an und mit Alltagsgegenständen. Ziel ist es, bei den Kindern schon früh ein naturwissenschaftliches Interesse zu wecken. Die Kinder erleben gemeinsam mit ihren Eltern, was Chemie für ihren konkreten Alltag bedeutet und wie wissenschaftliche Fragen bearbeitet werden. Im Oktober 2016 startet bereits der neunte Jahrgang für das Eltern-Kind-Projekt.

Preis für didaktische Konzepte

Mit dem Polytechnik-Preis würdigte die in Frankfurt am Main ansässige Stiftung Polytechnische Gesellschaft zum dritten Mal besondere didaktische Konzepte, die neue Impulse für den Schulunterricht geben. Die bisherigen Preisverleihungen waren 2011 und 2013 und zeichneten jeweils Projekte zu einem bestimmten Schwerpunktthema aus. Nun lag erstmalig der Schwerpunkt auf außerschulischen Lernorten. Der zweite Preis (15.000 Euro) ging an Prof. Dr. Burkhard Priemer von der Humboldt-Universität Berlin und Dr. Lutz-Helmut Schön von der Universität Wien. Prof. Dr. Friedhelm Käpnick von der Universität Münster machte den dritten Platz (5.000 Euro).

Engagement für außerschulisches Lernen

Katrin Sommer ist seit 2004 an der Ruhr-Universität Bochum tätig. Zuvor habilitierte sie sich an der Universität Erlangen-Nürnberg im Fach Didaktik der Chemie. Sommer leitet das Alfried Krupp-Schülerlabor, das mit einem breiten Angebot unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen innovative Lernmöglichkeiten außerhalb der Schule bietet. Das Programm setzt sich aus rund 80 laufenden Projekten aus allen 20 Fakultäten der RUB zusammen.

Einladung für Medienvertreter

Am Samstag, 27. Februar, sind Medienvertreter herzlich eingeladen, KEMIE vor Ort im Alfried Krupp-Schülerlabor kennenzulernen. In zwei Blöcken (9 Uhr bis 12.15 Uhr und 13 Uhr bis 16.15 Uhr) experimentieren Schüler gemeinsam mit ihren Eltern. Projektleiterin Sommer wird Fragen beantworten und ihr Konzept erläutern. Die Einverständniserklärungen der Eltern für Foto- und Filmaufnahmen können vor Ort eingeholt werden.

Redaktion

Katharina Gregor
Dezernat Hochschulkommunikation

Weitere Informationen

Prof. Dr. Katrin Sommer, Ruhr-Universität Bochum, Didaktik der Chemie, Tel. 0234/32-27522
Katrin.sommer@rub.de

 

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Bei der Preisverleihung in Frankfurt von links nach rechts: Dr. Roland Kaehlbrandt (Stiftung Polytechnische Gesellschaft), Prof. Bernd Ralle (TU Dortmund), Gewinnerin Prof. Katrin Sommer, Hessischer Kultusminister Prof. R. Alexander Lorz und Dr. Wolfgang Eimer (Stiftung Polytechnische Gesellschaft).

© Dominik Buschardt
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