Vier Tage im Zeichen der Biospektroskopie

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Nummer 115 - Bochum, 27.08.2015

Vier Tage im Zeichen der Biospektroskopie

Internationale Tagung an der Ruhr-Universität Bochum

Neue Marker-freie medizinische Diagnose Methoden

Vom 6. bis 10. September findet an der Ruhr-Universität Bochum die 16th European Conference on the Spectroscopy of Biological Molecules (ECSBM) statt. Über 70 international renommierte Redner und Rednerinnen stellen einem Fachpublikum aus ganz Europa Spitzenforschung auf dem Gebiet der Biospektroskopie und Marker-freien Imaging Methoden vor. Prof. Dr. Klaus Gerwert, Tagungspräsident der 16. ECSBM und Sprecher des ausrichtenden Sonderforschungsbereichs SFB 642 weiß um die Notwendigkeit solcher Tagungen: „In der Proteinanalytik hat es in den letzten Jahren rasante technische Fortschritte gegeben“, so der RUB-Wissenschaftler.

Tumoren präzise erkennen

Während der Tagung wird den Gästen unter anderem demonstriert, wie man Proteinfunktionen mit bisher unerreichter räumlicher und zeitlichen Auflösung erforschen kann, wie man im Gewebe Tumoren sehr präzise räumlich aufgelöst erkennt, ohne Marker zu benutzen, oder wie Alzheimer anhand von Proteinveränderungen im Blut nachgewiesen wird. Die Konferenz hat zudem den Zweck, neue Netzwerke zu knüpfen und neue Kooperationen anzubahnen. Auch dem Nachwuchs wird die Gelegenheit gegeben, sich und seine Arbeiten mit eigenen Postern vorzustellen und mit den erfahrenen Wissenschaftlern in persönlichen Kontakt zu treten.

Alle zwei Jahre in einer anderen europäischen Stadt

Die ECSBM ist eine gemeinnützige wissenschaftliche Fachkonferenz, die seit ihrer Gründung 1985 alle zwei Jahre an verschiedenen Stätten in Europa durchgeführt wird. „Wir sind sehr stolz drauf, von den europäischen Kollegen dazu ausgewählt worden zu sein, diese hochkarätige Konferenz ausrichten zu dürfen“, erklärt Prof. Gerwert. Die Konferenz ist eine Plattform für eine multidisziplinäre Gemeinschaft, die sich der Entwicklung von spektroskopischen Methoden, angewandt auf biologisch-medizinische Fragestellungen, widmet. Themenschwerpunkte des wissenschaftlichen Programmes werden sein: zeitauflösende FTIR Spektroskopie, IR Imaging , Raman Spektroskopie, Raman/CARS Imaging, biomolekulare Simulationen, Marker-freie Diagnostik, UV-Vis Spektroskopie, Fluoreszenzspektroskopie, NMR Spektroskopie, optische Nahfeld-Spektroskopie, ESR Spektroskopie, hochauflösende Bildgebung von Zellen und biomedizinische Spektroskopie. Führende Firmen auf dem Gebiet werden ihre neuesten Produkte in einer Industrieausstellung vorstellen.

SFB 642

Der Sonderforschungsbereich 642 ist seit 2004 an der Ruhr-Universität Bochum beheimatet. Schwerpunkt ist die Grundlagenforschung zu Proteinen. Diese und ihre Interaktionen analysieren die Forscher des SFB mit zuvor unerreichter Empfindlichkeit und hoher räumlicher Auflösung auf verschiedenen Ebenen. Der SFB 642 untersucht insbesondere Ras Proteine, die als molekulare Schalter das Zellwachstum regulieren. Geraten diese Schalter aus dem Takt, zum Beispiel durch onkogene Veränderungen, trägt dies zur Tumorentwicklung bei.


Redaktion

Raffalea Römer
Dezernat Hochschulkommunikation

Weitere Informationen

Dr. Gerd Kock, Science Manager, Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Biologie und Biotechnologie, Lehrstuhl für Biophysik, Universitätsstr. 150, 44801 Bochum, Tel.(0234) 32-25557
gerd.kock@bph.rub.de

 

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ECSBM 2015

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