Heisenberg-Professur für IT-Sicherheitsforscher der RUB

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Nummer 86 - Bochum, 22.06.2015

Heisenberg-Professur für IT-Sicherheitsforscher der RUB

Forschungsschwerpunkt Kryptographie wird weiter ausgebaut

Förderung besonders qualifizierter Wissenschaftler

Dr. Gregor Leander hat an der RUB eine Heisenberg-Professur der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für Symmetrische Kryptographie erhalten. Die Heisenberg-Professur dient der Förderung junger, besonders qualifizierter Wissenschaftler, die schon jetzt zur Spitzengruppe gehören und exzellente wissenschaftliche Leistungen erbringen. Die herausragende IT-Sicherheitsforschung der RUB erfährt damit eine weitere Stärkung.

Forschungsinteresse

Gregor Leander gehört zu den international führenden Wissenschaftlern auf dem Gebiet der symmetrischen Kryptografie. Am Horst Götz Institut der RUB hat er in den vergangenen Jahren das Projekt „UNIKOPS“ koordiniert, bei dem an einer universell konfigurierbaren Sicherheitslösung für eingebettete Geräte und Systeme gearbeitet wird. Seine zukünftigen Forschungsschwerpunkte werden unter anderem effiziente kryptographische Verfahren für stark ressourcenbeschränkte Geräte, wie zum Beispiel RFID-Tags, sein. Dabei handelt es sich um kleine, über Funk kommunizierende Chips, die nicht viele Daten speichern können und keine große Rechenleistung haben, dafür aber günstig in der Herstellung sind. Insbesondere im Rahmen von Industrie 4.0 könnten diese Algorithmen von Bedeutung sein.

Vita

Gregor Leander promovierte 2004 im Bereich Kryptographie und Kodierungstheorie an der RUB. 2006 wechselte er für ein Jahr an die Université Toulon, Frankreich. Zwischen 2008 und 2012 arbeitete er als Associate Professor an der Technischen Universität Dänemark. Für seine Forschung erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den DHL Innovation Award 2013 und den Deutschen IT-Sicherheitspreis 2010.

Heisenberg-Professur

Die Heisenberg-Professur wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft vergeben und bereitet junge Wissenschaftler auf Leitungspositionen vor. Im Bewerbungsverfahren suchen sich die Wissenschaftler eine Hochschule, an der sie durch die Berufung ein neues Forschungsgebiet etablieren können. Die aufnehmende Hochschule muss gegenüber der DFG erläutern, inwiefern die Einrichtung einer Heisenberg-Professur für sie eine neue wissenschaftliche Schwerpunktsetzung bedeutet. Nach fünf Jahren wird die Stelle – nach einer erfolgreichen Evaluation durch die DFG und die Hochschule – in eine unbefristete Professur umgewandelt. In ihrer Stellungnahme betont die DFG, dass die RUB sich in den letzten 15 Jahren zu einer der führenden Universitäten im Bereich Cyber-Security und besonders Kryptographie entwickelt hat, was Prof. Gregor Leander ein hervorragendes Arbeitsumfeld beschert.

Foto

Ein Foto von Professor Dr. Gregor Leander finden Sie hier zum Download:

http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/meldung/2015/06/meld02781.html.de

Redaktion

Raffalea Römer
Dezernat Hochschulkommunikation

Weitere Informationen

Prof. Dr. Gregor Leander, Fakultät für Mathematik, Symmetrische Kryptographie, Horst Görtz Institut, Ruhr-Universität Bochum, (0234) 32-28402
gregor.leander@rub.de