Jüdisch-christliche Begegnungen außerhalb Europas

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Nummer 40 - Bochum, 19.03.2015

Jüdisch-christliche Begegnungen außerhalb Europas

ERC Grant für RUB-Religionswissenschaftlerin

Internationales Forschungsprojekt am CERES schließt eine Lücke

Die bislang wenig erforschte Begegnung zwischen Juden und Christen im Nahen Osten, Nordafrika, Indien und im Kaukasus steht im Mittelpunkt des Projekts „Jews and Christians in the East: Strategies of Interaction between the Mediterranean and the Indian Ocean“ (JEWSEAST), für das die Bochumer Professorin Alexandra Cuffel einen Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC – European Research Council) erhalten hat. Für die nächsten fünf Jahre wird das Forschungsprojekt mit rund zwei Millionen Euro gefördert.

Bisher nur vereinzelt untersucht

Im Projekt JEWSEAST untersucht ein internationales Team unter Leitung von Professor Cuffel, wie sich Juden und Christen außerhalb Europas und des Byzantischen Reiches seit der Spätantike begegneten und zusammenlebten. Die Ergebnisse sollen eine Forschungslücke schließen: Während das Zusammenleben von europäischen Juden und Christen als gut erforscht gilt, ist die Begegnung zwischen orientalisch-orthodoxen Kirchen und jüdischen Gemeinden bisher nur sehr vereinzelt untersucht worden. Die Wissenschaftler werden Manuskripte, Bücher, Inschriften auf Grabsteinen und anderen archäologischen Artefakten in verschiedenen Sprachen, so z. B. in Armenisch, Arabisch und Altäthiopisch untersuchen und auswerten.

Zur Person Alexandra Cuffel

Alexandra Cuffel ist seit 2012 Professorin für die Religion des Judentums in Geschichte und Gegenwart am Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES). Ihr Forschungsfokus liegt auf den multiplen Beziehungen zwischen Juden, Christen und Muslimen im Mittelalter. Sie promovierte an der New York University und forschte u. a. an der Harvard Divinity School und als Gastwissenschaftlerin am Bochumer Käte Hamburger Kolleg „Dynamiken der Religionsgeschichte zwischen Asien und Europa“.

Eines von sieben deutschen Projekten

Das Forschungsprojekt am Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) der Ruhr-Universität Bochum ist eines von sieben ausgewählten deutschen Projekten im Bereich der Sozial- und Geisteswissenschaften. Der Europäische Forschungsrat ERC wurde von der Europäischen Union eingerichtet, um innovative Grundlagenforschung mit hochdotierten Förderpreisen zu unterstützen.

Redaktion

Meike Drießen
Dezernat Hochschulkommunikation



Weitere Informationen

Ulf Plessentin, Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) der Ruhr-Universität, 44780 Bochum, Tel. 0234 32 22056
http://www.ceres.ruhr-uni-bochum.de/ ulf.plessentin@rub.de