Unermüdlich im Kampf gegen HIV/AIDS

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Nummer 25 - Bochum, 17.02.2015

Unermüdlich im Kampf gegen HIV/AIDS

Bundesverdienstkreuz für Prof. Norbert H. Brockmeyer

RUB-Mediziner für Verdienste um das Allgemeinwohl geehrt

Für seinen unermüdlichen Kampf gegen HIV/AIDS hat der RUB-Mediziner Prof. Norbert H. Brockmeyer heute das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Brockmeyer leitet das Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin an der Dermatologischen Klinik der RUB im St. Josef-Hospital Bochum. Im Namen von Bundespräsident Joachim Gauck wurde er an seinem Wohnort Mülheim an der Ruhr von Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld ausgezeichnet.

Mühlenfeld würdigte insbesondere das langjährige ehrenamtliche und berufliche Engagement Brockmeyers für die Forschung sowie für die patientengerechte Versorgung von HIV-Infizierten. Seit mehr als 30 Jahren widmet sich der in Oer bei Recklinghausen aufgewachsene und als Elektriker gestartete Mediziner leidenschaftlich der HIV/AIDS-Forschung und der Patientenversorgung.

Zahlreiche Verdienste

Seit 2009 leitet Brockmeyer das Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin am St. Josef Hospital, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum. Er ist Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft (DSTIG). Die Fachgesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, Kenntnisse über sexuell übertragbare Infektionen (STI) zu gewinnen und zu verbreiten. Zehn Jahre lang war er Präsident der Deutschen AIDS-Gesellschaft und initiierte z.B. die ersten Leitlinien der Welt zur Behandlung von HIV-diskordanten Paaren mit Kinderwunsch – das sind Paare, in denen ein Partner HIV-positiv ist. Seit 2002 ist er Vorsitzender und Sprecher des Kompetenznetzes HIV/AIDS, das er maßgeblich mit aufgebaut hat. Das Kompetenznetz forscht – seit einigen Jahren ohne öffentliche Förderung – zu wesentlichen Fragen der Versorgung, Behandlung und Therapie von Menschen mit HIV. Seit 2010 ist Brockmeyer zudem Mitglied des Nationalen AIDS-Beirates der Bundesregierung. International besteht seit vier Jahren eine Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik in Mekelle, Äthiopien.

Der Mensch steht stets im Mittelpunkt

In seiner 30jährigen Laufbahn wurde Prof. Brockmeyer mehrfach ausgezeichnet: 2013 von der Dermatologischen Gesellschaft mit der Schaudinn-Hoffmann-Plakette für seine Arbeiten über sexuell übertragbare Erreger; 2010 durch die Ernennung zum Gastprofessor der Zhe Jiang Universität Hangzhou/China; 2009 mit dem Ehrenring der Stadt Bochum; 2001 mit dem Deutschen AIDS-Preis (für Untersuchungen an den Signalwegen der Zelle) sowie 1999 mit dem Medienpreis der Deutschen AIDS-Stiftung für den „7. Deutschen AIDS-Kongress“ in Essen, bei dem er erstmalig Patientinnen und Patienten in die Kongressleitung integrierte. Aktuell baut er am Katholischen Klinikum Bochum das Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin „Walk In Ruhr (WIR)“ auf. Dieses Zentrum, das fach- und institutionsübergreifend arbeiten wird, ist ein Modellprojekt – insbesondere für junge Menschen – mit Aufklärungs-, Beratungs- und Versorgungsbedarf zur Sexuellen Gesundheit und zu Infektionserkrankungen wie HIV/AIDS und Syphilis. Wichtig ist Brockmeyer immer, gegen Ausgrenzung zu arbeiten, sei es als Mitbegründer der Essener Aidshilfe oder dadurch, dass er beispielsweise Kegelabende mit seinen Patienten oder Sport- und Maltherapien initiiert. Die Menschen stehen bei ihm stets im Mittelpunkt.

Redaktion

Jens Wylkop
Dezernat Hochschulkommunikation

Weitere Informationen

Prof. Dr. N.H. Brockmeyer, Direktor Forschung und Lehre, Leiter des Zentrums für Sexuelle Gesundheit und Medizin, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Ruhr-Universität Bochum, St. Josef-Hospital, Gudrunstr. 56, 44791 Bochum, Tel. 0234/509-3471, - 3474
n.brockmeyer@klinikum-bochum.de

 

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Bundesverdienstkreuz Brockmeyer

Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland an Prof. Dr. Nobert Brockmeyer (sitzend) durch Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld (links) im Historischen Rathaus in Mülheim an der Ruhr

© Foto: Walter Schernstein
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