Internetabhängigkeit auf dem Vormarsch

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Nummer 164 - Bochum, 02.10.2014

Internetabhängigkeit auf dem Vormarsch

Betroffene leiden oft unter weiteren Erkrankungen

Depressive Störungen, Angsterkrankungen und ADHS sind häufige Begleiter

Internetabhängige leiden oft unter Begleiterkrankungen, vor allem unter depressiven Störungen, Angsterkrankungen und ADHS. An der LWL-Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Ruhr-Universität erforscht Dr. med. Bert te Wildt dieses Phänomen.

Ähnliches Spektrum an Begleiterkrankungen wie bei Alkoholabhängigen

Der Bochumer Mediziner erhob das sogenannte Komorbiditätsprofil von 25 Internetabhängigen. Jeder Patient wies mindestens eine Begleiterkrankung auf. Mit seinen Kollegen untersuchte Bert te Wildt zum Vergleich auch 25 Alkoholabhängige. Das Komorbiditätsprofil sah ganz ähnlich aus. Allerdings litt nur jeder zweite dieser Patienten an einer weiteren Erkrankung. „Die Ergebnisse verdeutlichen die große Bedeutung der Komorbidität für die Internetabhängigkeit“, sagt te Wildt. Er betont auch: „Das ist natürlich keine Einbahnstraße, die Erkrankungen bedingen sich gegenseitig.“ In einer weiteren Studie fand er jedoch Hinweise, dass die Internetsucht bei einem Teil der Betroffenen auf ähnlich gelagerte Persönlichkeitsstrukturen zurückzuführen sein könnte.

Hohe Dunkelziffer vermutet

Schätzungen zufolge sind 500.000 Deutsche im Alter zwischen 14 und 64 Jahren abhängig vom Internet, am weitesten verbreitet ist die Onlinespielsucht. Studien um das Team der Bochumer Medienambulanz um Bert te Wildt sprechen jedoch für eine hohe Dunkelziffer.

Ausführlicher Beitrag im Wissenschaftsmagazin RUBIN

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Redaktion

Dr. Julia Weiler
Dezernat Hochschulkommunikation

Weitere Informationen

PD Dr. med. Bert te Wildt, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, LWL-Universitätsklinikum Bochum, Alexandrinenstr. 1-3, 44791 Bochum, Tel. 0234/5077-3120
bert.tewildt@wkp-lwl.org

 

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