Gesellschaft für Medizinische Ausbildung zeichnet RUB-Studierende aus

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Nummer 161 - Bochum, 26.09.2014

Gesellschaft für Medizinische Ausbildung zeichnet RUB-Studierende aus

Preis für Veranstaltung „Das schwierige Gespräch – Überbringen schlechter Nachrichten“

Fortbildungsangebot auch für ausgebildete Ärzte und Pfleger

Die Gesellschaft für Medizinische Ausbildung hat fünf Medizinstudierende der Ruhr-Universität Bochum mit dem Preis für „Lehrende Studierende“ ausgezeichnet. Die Fachgesellschaft würdigte die Leistung von Oktavia Kuhs, Lea Schmitz, Lisa Späker, Svenja Swadlo und Lea Tebart. Sie engagieren sich als Tutoren in der Lehrveranstaltung „Das schwierige Gespräch – Überbringen schlechter Nachrichten“ und arbeiten an der inhaltlichen Weiterentwicklung des Lehrkonzepts mit. Der Preis wurde bei der Jahrestagung am 25. September in Hamburg verliehen.

Lehrveranstaltung zur professionellen Gestaltung des Arzt-Patient-Verhältnisses

Patienten über eine unheilbare Krebserkrankung aufklären oder Angehörigen die Nachricht vom plötzlichen Tod ihres Familienmitglieds überbringen: Um solche schwierigen Gespräche professionell durchführen zu können, benötigen Ärzte ethische und kommunikative Kompetenzen. Diese können sich Studierende der Medizin in der Lehrveranstaltung „Das schwierige Gespräch“ aneignen. In simulierten Gesprächssituationen mit geschulten Schauspielern erfahren die angehenden Ärztinnen und Ärzte die Herausforderungen eines solchen Gespräches. Anschließend erarbeiten sie mögliche Lösungen für eine professionelle Gestaltung des Arzt-Patient-Verhältnisses in schwierigen Entscheidungssituationen. Die kleinen Gruppen werden von erfahrenen Studierenden oder Experten aus der Praxis geleitet.

Studierende konzipieren Veranstaltung mit

Bereits im Wintersemester 2005/06 initiierte Dr. Jan Schildmann initiierte die Lehrveranstaltung am Institut für Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin (Leitung: Direktor Prof. Dr. Dr. Jochen Vollmann). An der Konzeption und Durchführung arbeiten Studierende bereits von Anfang an mit. Die mehrfach ausgezeichnete Veranstaltung wird seit 2011 in Kooperation mit dem Zentrum für Medizinische Lehre der RUB durchgeführt und mit Mitteln aus dem RUB-Projekt inSTUDIES gefördert.

Ausweitung von Themen und Zielgruppen

Aufgrund zahlreicher positiver Rückmeldungen der Medizinstudierenden hat das Institut für Ethik und Geschichte der Medizin das Lehrangebot kontinuierlich ausgeweitet. Inzwischen steht zum Beispiel auch die Kommunikation von Risiken und Fehlern sowie interkulturelle Aspekte der Arzt-Patient-Beziehung auf dem Programm. Außerdem kommt das Lehrkonzept in modifizierter Form auch bei praxisorientierten Fortbildungsveranstaltungen für ausgebildete Ärzte zum Einsatz. Einen Schwerpunkt der bundesweit angebotenen Fortbildungen bilden interprofessionelle Veranstaltungen für Pflegende, Ärzte und weitere Berufsgruppen. Die Teilnehmer lernen, wie sie das individuelle Gespräch mit den Patienten verbessern können. Außerdem erfahren sie, wie sie die Kommunikation zwischen den Berufsgruppen optimieren, um Patienten in schwierigen Situationen professionell zu begleiten.

Redaktion

Sabrina Kauschke
Dezernat Hochschulkommunikation

Weitere Informationen

PD Dr. med. Jan Schildmann, M.A., Institut für Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin, Markstr. 258a, 44799 Bochum, Tel.: 0234-3223394
jan.schildmann@rub.de

Prof. Dr. med. Dr. phil. Jochen Vollmann, Institut für Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin, Markstr. 258a, 44799 Bochum, Tel.: 0234-3223394
jochen.vollmann@rub.de

Tim Peters, M.A., Zentrum für Medizinische Lehre der Ruhr-Universität, Universitätsstraße 150, MA 0/44, 44801 Bochum, Tel.: 0234-3224843
Tim.peters@rub.de

 

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