Verständliches Miteinander

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Nummer 333 - Bochum, 17.12.2013

Verständliches Miteinander

Gefördert: Lehrveranstaltungen der RUB zu Deutsch als Zweitsprache

Sprachlehrforschung und Optionalbereich kooperieren mit Mercator-Institut

Kinder mit Deutsch als Zweitsprache haben es in der Schule schwerer als einsprachig deutsche Kinder. Um das zu ändern, sind alle Fächer gefordert. Für das Projekt „Miteinander – Stärkung fachspezifischer Sprachförderung in Theorie und Praxis“ entwickelten Vertreter verschiedener Fachbereiche der Ruhr-Universität Bochum Veranstaltungen, die die Lehrer von morgen auf diese Herausforderung vorbereiten.

Kooperationspartner und Förderung

Das Förderprogramm der Sprachlehrforschung der Fakultät für Philologie der Ruhr-Uni und des RUB-Optionalbereichs in Kooperation mit der Professional School of Education der RUB wird vom Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln in den nächsten drei Jahren mit 155.000 Euro gefördert. Alle lehrerausbildenden Fächer konnten sich mit fachspezifischen Lehrveranstaltungskonzepten bewerben, in denen die Studierenden lernen, wie sie Schülerinnen und Schülern begegnen können, für die Deutsch Zweitsprache ist.

Mehrsprachigkeit nutzen

„Eine zentrale Frage, die sich die jeweiligen Fachbereiche stellen sollen, ist, welche Rolle Sprache in ihrem Unterrichtsfach spielt. Welche Hürden stellt die deutsche Sprache für ihren spezifischen Unterricht dar? Und wie kann man auf der anderen Seite das Potenzial von Mehrsprachigkeit und Mehrkulturalität gezielt für die Ziele des jeweiligen Faches nutzen“, fragt Lena Heine, Juniorprofessorin am Seminar für Sprachlehrforschung der RUB. Sie ist die Projektleiterin und gemeinsam mit Prof. Dr. Klemens Störtkuhl, Studiendekan des Optionalbereichs, auch Antragstellerin für die Förderung des Mercator-Instituts.

Gesetzliche Vorgaben erfüllen

Die Vertreter der jeweiligen lehramtausbildenden Fakultäten, die sich mit ihren Veranstaltungen beworben haben, konnten bis zu 5.000 Euro für z.B. Tutoren, Arbeitsmaterialien und Exkursionen beantragen. Wer die Förderung bekommt, wird im Januar 2014 entschieden. Eine zweite Ausschreibungsrunde für Lehrkonzepte wird es im Oktober 2014 geben. „Seit 2009 ist Deutsch als Zweitsprache gesetzlich in der Lehrerausbildung verankert. Jetzt kommt es darauf an, die Angebote der Universitäten qualitativ und systematisch weiterzuentwickeln. Diesen Prozess wollen wir mit unserer Ausschreibung unterstützen“, erklärt Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek, Direktor des Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache. Neben der RUB fördert das Mercator-Institut in NRW sieben weitere Universitäten.

Vorlesung, eLearning und Seminar

Die geförderten Veranstaltungen gehören zum dritten Teil des Moduls „Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte – Sprachförderung in allen Fächern“ (DSSZ) im Optionalbereich. Der erste und zweite Teil des DSSZ-Moduls, eine Vorlesung von Juniorprofessorin Lena Heine und eine eLearning-Komponente, finden in jedem Wintersemester statt. Im Sommersemester folgen die fachspezifischen Veranstaltungen. Der Optionalbereich ermöglicht den Studierenden, fakultätsübergreifende Kurse zu besuchen und Qualifikation, wie z.B. Soft Skills, für Studium und Beruf zu erwerben. Die Veranstaltungen sind in sechs Gebiete unterteilt – eines davon sind die schul- und unterrichtsbezogenen Module.

Redaktion

Tabea Steinhauer
Dezernat Hochschulkommunikation



Weitere Informationen

Jun.-Prof. Dr. Lena Heine, Seminar für Sprachlehrforschung, Fakultät für Philologie, Ruhr-Universität Bochum, Tel. 0234/32-27502
lena.heine@rub.de

 

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