Die Kulturgeschichte der DDR: eine Zwischenbilanz

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Nummer 152 - Bochum, 21.05.2013

Die Kulturgeschichte der DDR: eine Zwischenbilanz

RUB-Tagung mit zwei öffentlichen Veranstaltungen

Symposium zu Ehren von Paul Gerhard Klussmann

Eine Zwischenbilanz zur ausgeprägten Erforschung der DDR-Kultur ziehen Experten aus dem In- und Ausland auf einer Tagung in Bochum. Mit dem Symposium zur „Kulturgeschichte der DDR“ ehrt das Instutut für Deutschlandforschung der RUB den Bochumer Germanisten Paul Gerhard Klussmann als Brückenbauer, der über drei Jahrzehnte den Dialog über die DDR-Kultur maßgeblich mitgestaltet hat und der in diesem Jahr 90 Jahre alt wurde.

Öffentliche Veranstaltungen

Die Konferenz „Kulturgeschichte der DDR“ – Eine Zwischenbilanz in transdisziplinärer Absicht“, zu der eine Anmeldung erforderlich ist, findet vom 23. bis 25.5. im Wald- und Golfhotel Lottental und in der Ruhr-Universität statt. Teil der Tagung sind zwei öffentliche Veranstaltungen für alle Interessierten. Am 23. Mai gibt es eine Lesung mit dem Dichter Uwe Kolbe (20 Uhr, Wald- und Golfhotel Lottental, Grimbergstr. 52a). Kolbe ist auch einer der Teilnehmer einer öffentlichen Podiumsdiskussion am 24. Mai (11.50 Uhr, Ruhr-Universität, Raum GB 04/413). Unter der Leitung des Bochumer Literaturwissenschaftlers Harro Müller-Michaels geht es dann um das Thema „Nationalkultur und Kulturnation“.

Umfassende kulturhistorische Forschung

An Fragen der Kultur haben sich ab 1990 symbolische Grundsatzkonflikte um die Bewertung der DDR entzündet, zum Beispiel im „deutsch-deutschen Literaturstreit“ oder im „Weimarer Bilderstreit“: Wie stark war das kulturelle System dem Machtapparat der SED-Diktatur unterworfen? Gab es Möglichkeiten der Opposition und des „Eigensinns“? Wie war es um die Autonomie der Künstler und Dichter bestellt? Von solchen Fragen angeregt und herausgefordert durch die Öffnung der Archive hat sich seither eine umfassende kulturhistorische Forschung zur DDR entwickelt. Literaturgeschichte, Buchmarkt und Zensur, Bildende Künste, Ernste Musik, Rock, Pop- und Unterhaltungsmusik, DEFA-Film und Kinokultur, Theater und Dramatik, aber auch Jugend-, Alltags- und Betriebskultur markieren einige Forschungsfelder. Fachübergreifend stellen die Tagungsteilnehmer zentrale Ergebnisse ihrer bisherigen Arbeit vor. Die Konferenz des Instituts für Deutschlandforschung (IDF) wird gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Gesellschaft der Freunde der RUB e.V.

Redaktion

Jens Wylkop
Pressestelle RUB

Weitere Informationen

Dr. Frank Hoffmann, Institut für Deutschlandforschung der RUB, Tel. 0234/32-27863
idf@rub.de

 

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