Mehr Sicherheit im „Internet der Dinge“

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Nummer 79 - Bochum, 13.03.2013

Mehr Sicherheit im „Internet der Dinge“

HGI der RUB ist an zwei Forschungsprojekten beteiligt

Forscher entwickeln neue Sicherheitslösungen für Netzwerke und Funk

Im Zeitalter des „Internet der Dinge“ und von „Industrie 4.0“ spielt die Sicherheit von Netzwerken und Funk eine immer größere Rolle. Am Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit (HGI) der Ruhr-Universität Bochum starten daher die beiden Teilprojekte „Universell konfigurierbare Sicherheitslösung für Cyber-Physikalische Systeme (UNIKOPS)“ und „Effizientes Schlüsselmanagement für mehr Sicherheit im ‚Internet der Dinge‘ (PROPHYLAXE)“. Die Bochumer Forscher sind damit an zwei von drei Forschungsvorhaben beteiligt, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium des Innern (BMI) im Programm „IT-Sicherheitsforschung“ fördern. Die Projekte laufen bis August 2015 und haben insgesamt ein Volumen von fast fünf Millionen Euro.

UNIKOPS – Universell konfigurierbare Sicherheitslösung

Unter der Koordination der Hochschule Furtwangen arbeitet das HGI im Projekt UNIKOPS gemeinsam mit der Institut für Halbleiterphysik Frankfurt GmbH und der ESCRYPT GmbH – Embedded Security an einer universell konfigurierbaren Sicherheitslösung für eingebettete Geräte und Systeme. Angriffe und Manipulationsversuche sollen besser erkannt und bekämpft werden: „Wir fokussieren Anwendungsbereiche, bei denen die Geräte und Systeme besonders eng mit der physikalischen Umgebung verbunden sind – beispielsweise Stromnetze oder Ambient Assisted Living“, so Gregor Leander, Projektkoordinator am HGI. Ambient Assisted Living, kurz AAL, sind Produkte und Dienstleistungen, die die Lebensqualität der Menschen vor allem im Alter erhöhen, z.B. Kommunikations- und Notrufsysteme, Techniken zur Mobilisierung oder Systeme für alltägliche Sicherheit (automatische Herdabschaltung, Brandmelder). Das Projekt wird mit insgesamt 1,56 Mio. Euro gefördert.

PROPHYLAXE – Effizientes Schlüsselmanagement

Im Projekt „Effizientes Schlüsselmanagement für mehr Sicherheit im ‚Internet der Dinge‘“, kurz PROPHYLAXE, entwickeln die Forscher neue Verfahren zur Verschlüsselung von Daten bei der Funkübertragung. Ein zentrales Element hierbei ist die am HGI entwickelte Kleinst-Chiffre PRESENT. „Dieses Projekt ist schon etwas Besonderes“, erklärt Christian Zenger, Projektkoordinator am HGI, „hier werden Techniken aus dem Forschungsgebiet der informations-theoretischen Sicherheit konkret angewandt, um kryptographische Schlüssel zu generieren“. Darüber hinaus verbinden die Forscher Nachrichtentechnik und IT-Sicherheit mit Anwendungen der Gebäudeautomatisierung. Koordinator des Projekts mit einem Gesamtvolumen von 3,37 Mio. Euro ist das Fraunhofer Heinrich Hertz Institut in Berlin. Außerdem gehören die Robert Bosch GmbH, die ESCRYPT GmbH – Embedded Security, die Technische Universität Dresden (TUD), die Technische Universität Kaiserslautern (UKL) und der Lehrstuhl für Digitale Kommunikationssysteme der RUB zu den Partnern.

Sicher und zuverlässig

Im Programm „IT-Sicherheitsforschung“ hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung bisher über 20 Forschungsvorhaben mit einem Gesamtvolumen von 30 Millionen Euro genehmigt; an sieben ist das HGI an der RUB beteiligt. Das Programm ist 2008 gestartet und soll das Internet sicherer und den Datenschutz zuverlässiger gestalten, damit Deutschland ein attraktiver Wirtschaftsstandort bleibt.

Redaktion

Jens Wylkop
Pressestelle RUB

Weitere Informationen

Britta Scherer, Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit (HGI), Ruhr-Universität Bochum, Tel. 0234/32-29162
hgi-office@rub.de

 

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