Die Schwangerschaft als besondere Lebensphase

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Nummer 44 - Bochum, 13.02.2013

Die Schwangerschaft als besondere Lebensphase

Erste Ergebnisse der Mutter-Kind-Studie liegen vor

RUB-Psychologen suchen noch Teilnehmerinnen

Die Schwangerschaft ist im Leben einer Frau eine besondere Lebensphase. Neben vielen positiven Erfahrungen kann das Einfinden in die neue Situation auch zu einer Belastung werden. Psychologen der Ruhr-Universität Bochum untersuchen, welche Faktoren – selbst bei einer nicht komplizierten Schwangerschaft – mit dem Eingewöhnen in einen neuen Lebensabschnitt nach der Geburt des Kindes verbunden sind. Interessierte werdende Mütter, deren Schwangerschaft noch nicht über den vierten Schwangerschaftsmonat hinaus fortgeschritten ist, können sich unter www.mutter-kind-studie.de oder mutterkindstudie@googlemail.com informieren und zur Studienteilnahme anmelden. Alle Teilnehmerinnen werden gebeten, zu vier Zeitpunkten (zweimal vor und zweimal nach der Geburt) einige Fragebögen auszufüllen. Mütter aus Bochum und Umgebung werden zudem drei bis vier Monate nach der Geburt zu einem ca. einstündigen Termin mit ihrem Baby an die Ruhr-Universität eingeladen.

Schöne Erfahrung für Mutter und Kind

195 Schwangere haben bereits an der Mutter-Kind-Studie teilgenommen. Die ersten Analysen haben ergeben, dass die Teilnehmerinnen, deren Durchschnittsalter bei 29 Jahren liegt, insgesamt nur wenig unter Angst und Depressivität während der Schwangerschaft gelitten haben. Nur in wenigen Fällen hat sich gezeigt, dass Frauen, die dazu neigen, sich vermehrt Sorgen zu machen, auch ein höheres Ausmaß an negativen Gefühlen wie Angst und Depressivität aufweisen. Unabhängig von Symptomen empfinden die an dieser Studie teilnehmenden Mütter, von denen 62% bereits ihr zweites Kind erwarten, ihr Verhältnis zu ihrem ungeborenen Kind schon während der Schwangerschaft als sehr positiv. Besonders positiv wirkt sich das Vorhandensein von sozialer Unterstützung auf das Wohlbefinden der werdenden Mütter aus, z.B. Hilfe von Freunden und Familienmitgliedern. Die angeleitete Mutter-Kind-Interaktion nach der Geburt für Frauen und Babys aus Bochum und Umgebung hat sich bisher als eine schöne Erfahrung für Mutter und Kind erwiesen. Die teilnehmenden Mütter haben diese Mutter-Kind-Beobachtung als spannend und hilfreich für die Beziehung zu ihrem Kind beschrieben. Das Forscherteam möchte durch das Analysieren der Interaktion zwischen Müttern und ihren Säuglingen mehr darüber herausfinden, wie Mütter und Säuglinge in den ersten Lebensmonaten miteinander kommunizieren.

Redaktion

Arne Dessaul
Pressestelle RUB

Weitere Informationen

Dana Müller, Arbeitseinheit für Klinische Kinder- und Jugendpsychologie der RUB, Tel. 0151/56088442
Mutterkindstudie@googlemail.com

 

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