RUB-Seismologen registrieren Kernwaffentest Nordkoreas

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Nummer 41 - Bochum, 12.02.2013

RUB-Seismologen registrieren Kernwaffentest Nordkoreas

Den vermutlich dritten Kernwaffentest der Republik Nordkorea in der vergangenen Nacht haben auch die Erdbebenmessstationen des Seismologischen Observatoriums der Ruhr-Universität Bochum registriert. 11 Minuten und 36 Sekunden dauerte es, bis das seismische Ereignis der Magnitude M=5.2 (Quelle: BGR) die ca. 7.500 km entfernten Stationen der RUB im Ruhrgebiet erreicht hat. In den Seismogrammen von neun Erdbebenstationen kann man die Ankunft der seismischen Wellen deutlich erkennen – darunter Stationen in Ibbenbüren, Haltern, Hünxe sowie auf dem Campus und in der näheren Umgebung der Universität.

Das Messnetz der RUB wird seit 1983 durch das Institut für Geologie, Mineralogie und Geophysik betrieben und besteht aktuell aus 16 Stationen, die über das gesamte Ruhrgebiet verteilt sind. Das Seismologische Observatorium hat die Aufgabe, die durch den Bergbau verursachte Seismizität in der Region kontinuierlich zu überwachen.

Weiterführende Informationen zu dem Ereignis finden sich u. a. auf den Internetseiten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) unter:

http://www.seismologie.bgr.de/sdac/erdbeben/kernexplosion/nkorea_20130212_deu.html

Redaktion

Jens Wylkop
Pressestelle RUB

Weitere Informationen

Dr. Kasper D. Fischer (Leiter des Seismologischen Observatoriums der RUB), Tel. 0234/32-27574

 

Seismisches Signal

Aufzeichnung des seismischen Signals an neun Stationen des Seismologischen Observatoriums der RUB. Die rot dargestellten Ankunftszeiten (UTC) der P-Phase markieren den ersten Ausschlag des Signals an der jeweiligen Station.

© Seismologisches Observatorium der RUB
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