Intensiver, internationaler, individueller studieren

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Nummer 16 - Bochum, 17.01.2013

Intensiver, internationaler, individueller studieren

inSTUDIES fördert 19 neue Lehr-Projekte

Studierende setzen eigene Ideen um

Sich mal mehrere Tage lang „in Klausur“ intensiv einem aktuellen Thema widmen? Den Traum vom eigenen Seminar wirklich einmal umsetzen? Ein fremdes Land wie Indien und seine Menschen und Arbeitsbedingungen von allen Seiten kennenlernen und sich schließlich vor Ort bewähren? All das geht im Studium an der RUB: 2013 werden aus dem Projekt inSTUDIES insgesamt 19 neue Lehrprojekte gefördert, die das Studium intensiver, internationaler und individueller machen. inSTUDIES wird mit rund 9 Mio. Euro für fünf Jahre seit Ende 2011 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Studentische Initiativen: Raus ins Leben

Die gute alte Kreidetafel ist an vielen Schulen schon Geschichte – abgelöst wird sie vom interaktiven eBoard mit Internetanschluss. Aber wie lassen sich seine vielen Finessen sinnvoll in den Unterricht einbauen? Mit dieser Frage beschäftigen sich angehende Lehrer am Beispiel des Deutsch-Unterrichts. Ganz raus aus der Schule wollen Lehramtsstudierende in den Fächern Biologie und Latein: Sie entwickeln Exkursionen für den Biologieunterricht. Studierende der Sprachlehrforschung erproben museumspädagogische Angebote mit verschiedenen LWL-Industriemuseen und machen sich so fit für den Berufseinstieg. Insgesamt fördert inSTUDIES fünf studentische Initiativprojekte.

Summer Schools: Große Fragen und überfachliche Antworten

In den fünf geförderten Summer Schools geht es zum einen um „Big Questions“: Ein Thema wie „Bildung und Gesellschaft: Neue Möglichkeiten für Partizipation“ oder „Humanitäre Hilfe im 21. Jahrhundert. Zwischen Prinzipien, Praxis und neuen Herausforderungen“ lässt sich auch nicht mal eben erschöpfend diskutieren. Nach einer Vorbereitungsphase gehen die Studierenden daher mit dem Thema in Klausur, treffen sich zu Diskussionen und Workshops, um intensiv zusammen zu arbeiten. Fachübergreifend geht es in weiteren Summer Schools zu, zum Beispiel zum Thema „Bioethik im Diskurs“ und „Von Sklavenkauf zu Facebook und Eurokrise – was ist eigentlich Rechtswissenschaft?“

Vertiefungsprojekte einzelner Fächer

Mathematiker sind gern gesehene Arbeitskräfte in Wirtschaftsunternehmen, z.B. in Versicherungen. Unabdingbar sind für solche Jobs Kenntnisse in Statistik. Um die Theorie dabei besser mit der Praxis zu verbinden und fit für „Statistik im Alltag“ zu werden, gibt es in der RUB-Mathematik demnächst echte Daten aus Wirtschaftsunternehmen, mit denen sich die Studierenden intensiv befassen können. Unter den insgesamt acht geförderten fachaffinen Vertiefungsprojekten ist auch das „Nachhalte Organisch-Chemische Grundpraktikum“. Darin lernen angehende Chemie-Lehrer, mit einfachen Mitteln und unter Verbrauch von sehr wenig Reagenzien Versuche für den Chemieunterricht zu planen. Hintergrund: Unter Sparzwang in der Schule verzichten viele Lehrer völlig auf Experimente – schade für den Unterricht. Mit etwas Improvisationstalent, wie das Seminar es trainiert, sind viele Experimente einfach und günstig machbar.

Indien in all seinen Facetten kennenlernen

In der Förderlinie „International studieren“ steht Indien im Mittelpunkt. Die Studierenden verschiedener Fächer intensiv mit dem Land, seinen Sitten, seinen Arbeitsbedingungen und erwerben so wertvolles Wissen für den späteren Berufseinstieg. Krönender Abschluss ist eine Reise nach Indien, wo das theoretische Wissen mit der Praxis zusammentrifft.

„inStudies“: Mehr Freiheit zur Profilbildung

Das Ziel von „inSTUDIES“ ist es, Studierenden die Ausbildung eines individuellen Studienprofils zu ermöglichen. Das Projekt konzentriert sich auf die Übergänge von der Schule in die Hochschule und aus der Hochschule in die berufliche Praxis. „inSTUDIES“ stärkt zudem das internationale und interdisziplinäre Studieren. Es gibt den Studierenden die Möglichkeit, sich intensiv mit den Erkenntnisprozessen ihres Faches auseinander zu setzen und diese in übergeordnete Zusammenhänge und gesellschaftliche Fragestellungen einzuordnen. Das Projekt wird gemeinsam von Rektorat und Fakultäten getragen.

Redaktion

Meike Drießen
Pressestelle RUB