Hoffnungsträger E-Mobil

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Nummer 409 - Bochum, 29.11.2012

Hoffnungsträger E-Mobil

RUB-Forscher machen fit für die Langstrecke

Auftaktveranstaltung „Alltagstauglichkeit von Elektromobilität – Langstreckeneignung und -akzeptanz“

Als Hoffnungsträger gefeiert, meistert das Elektroauto zwar die Kurzstrecke, längere Touren packt es allerdings noch nicht. Seine Akkus müssen nach rund 100 Kilometern an die Steckdose, das Aufladen dauert Stunden. Verbunden mit hohen Anschaffungskosten und mangelhafter Infrastruktur schreckt das Gesamtpaket bislang viele Käufer ab. Diese Problematik beschäftigt die Forscher des Instituts für Energiesystemtechnik und Leistungsmechatronik der RUB unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Constantinos Sourkounis. Die Auftaktveranstaltung des Projekts „Alltagstauglichkeit von Elektromobilität – Langstreckeneignung und -akzeptanz“ mit Gästen aus Politik, Wissenschaft und Industrie findet am Freitag, 7.12.2012 ab 10 Uhr im Foyer des ID-Gebäudes statt. Die Medien sind herzlich willkommen.

Energierückgewinnung beim Bremsen

Zentrale Herausforderung für die Bochumer Wissenschaftler ist es, unterschiedliche technische Konzepte, die die Reichweite verlängern könnten, praktisch zu erproben und in ihrer Wirksamkeit miteinander zu vergleichen. „Zum einen wollen wir die Energieeffizienz der Fahrzeuge untersuchen und verbessern“, so Prof. Sourkounis. „Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Energierückgewinnung beim Bremsen, der so genannten ‚Rekuperation’, und dem intelligenten Management der Nebenaggregate.“ Außerdem nehmen die Forscher Fahrzeuge mit Range-Extender-Antrieb unter die Lupe. Zum Einsatz kommt hier der Opel Ampera, der dank seines zusätzlichen Verbrennungsmotors über eine verlängerte Reichweite verfügt und somit im Alltag von vielfahrenden Dienstleistern und Mittelstrecken-Pendlern eine führende Rolle einnehmen könnte.

Im Blick: schnellladefähige Fahrzeuge

Einen zweiten Schwerpunkt des Projekts bildet die Untersuchung von schnellladefähigen Fahrzeugen wie dem Mitsubishi i-MiEV oder dem Peugeot iON. „Geplant ist der Aufbau einer umfangreichen Infrastruktur von Schnellladestationen“, so Prof. Sourkounis. Von großem Interesse sei dabei auch die Beobachtung der Rückwirkungen auf die lokalen Energieversorgungsnetze. Wertvolle Erkenntnisse liefern rund 350 Testfahrer, die die insgesamt 30 Elektroautos der Projektflotte in ihrem Alltag nutzen.

Zahlreiche Kooperationspartner

Kooperationspartner der RUB-Forscher sind neben der Adam Opel AG und der Delphi Deutschland GmbH auch der Opel-Händlerbetrieb Franz Rüschkamp GmbH & Co. KG, die GLS Gemeinschaftsbank eG, BP Europe SE / Aral, die Stadtwerke Bochum GmbH und die USB Umweltservice Bochum GmbH. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) fördert das Projekt noch bis zum Sommer 2014. Ein erstes Teilprojekt, das bereits seit Oktober 2010 lief, ist inzwischen abgeschlossen („Alltagstauglichkeit von Elektromobilität – Bausteine für eine Technologie-Roadmap: Infrastruktur – Fahrzeug – Sicherheit“). Die ersten Ergebnisse werden auf der Auftaktveranstaltung am 7.12. vorgestellt.

Redaktion

Meike Klinck / Jens Wylkop
Pressestelle RUB

Weitere Informationen

Prof. Dr.-Ing. Constantinos Sourkounis, Energiesystemtechnik und Leistungsmechatronik, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der RUB, Tel. 0234/32-23956
office@enesys.rub.de

Meike Klinck, Marketing und Public Relations, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der RUB, Tel. 0234/32-22720
meike.klinck@rub.de

 

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Elektroautos

Der Opel Ampera (links) und der Mitsubishi iMiEV - zwei Autos aus der Testflotte der RUB

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