Das Erbe Japans im Ausland
RUB und japanischer Dachverband NIHU kooperieren
Neues Forschungsprojekt zum Bochumer Siebold-Archiv
Sammlung digitalisieren und katalogisieren
Ziel des Projekts ist, die umfangreiche Siebold-Sammlung weiter zu erforschen, und vor allem vollständig zu digitalisieren und katalogisieren. Geplant ist auch, die Sammlungsbestände langfristig virtuell zusammenzuführen. Den entstehenden Katalog und die sog. „Digitalisate“ z.B. von original Handschriften sollen Forscher aus aller Welt zu wissenschaftlichen Zwecken nutzen können. Für die RUB koordiniert Prof. Dr. Regine Mathias (Geschichte Japans, Fakultät für Ostasienwissenschaften) die Forschungsarbeiten. Von Seiten der NIHU ist insbesondere das Nationalmuseum für japanische Geschichte an dem Projekt „Japanisches Erbe in Übersee“ beteiligt.
Das Bochumer Siebold-Archiv
Das Siebold-Archiv an der RUB ist eine Einrichtung der Fakultät für Ostasienwissenschaften und wird vom Lehrstuhl für Geschichte Japans betreut. Das auch als „Sieboldiana-Sammlung" bezeichnete Archiv umfasst ein umfangreiches Korpus von Materialien aus dem Japan der Edo- und der Meiji-Zeit. Die Dokumente stammen aus den Nachlässen von Philipp Franz v. Siebold (1796-1866) und seines Sohnes Alexander (1846-1911). Der Bochumer Archivbestand geht auf die Sammlungsteile zurück, die 1927 von Friedrich Trautz, dem damaligen Direktor des Berliner Japaninstituts, von Siebolds Erben für die Bibliothek des Instituts angekauft worden waren. Im Krieg ausgelagert und anschließend von US-Truppen beschlagnahmt und in die USA verbracht, wurde die Sammlung 1957 zurückgegeben und kam 1966 an die gerade erst gegründete Ruhr-Universität in Bochum. In den folgenden Jahren konnte die Sammlung u. a. durch Zukäufe von 240 auf über 400 der ursprünglich ca. 600 Nummern erweitert werden.


