Lichtkunst bei der ExtraSchicht: Generalprobe am Freitagabend (29.6.)

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Nummer 217 - Bochum, 26.06.2012

Lichtkunst bei der ExtraSchicht: Generalprobe am Freitagabend (29.6.)

Fassaden von RUB-Unibibliothek und Musischem Zentrum werden zur Leinwand

Wörter umschreiben den „Geist des Reviers“

Wenn es am Freitagabend dunkel wird, steigt an der RUB die Spannung: Am 29. Juni findet die Generalprobe für die Lichtkunstinstallationen statt, die an der Ruhr-Universität bei der ExtraSchicht am 30. Juni zu sehen sein werden. Mit mehreren rund 60 Kilo schweren Projektoren bringt die Hamburger Künstlerin Sigrid Sandmann Wörter auf die Fassaden der Unibibliothek und des Musischen Zentrums sowie auf das Nordforum der RUB. Medienvertreter sind ab 21 Uhr herzlich eingeladen, sich schon vor der ExtraSchicht einen Eindruck zu verschaffen.

Verzerrte Bilder aus der Camera Obscura

Die Vorbereitung des Lichtkunstwerks ist aufwändig: Die Scheiben der Unibibliothek müssen verhängt werden, weil man auf klares Glas nicht projizieren kann. Für die Bodenprojektion müssen die Projektoren aufs Dach. Zur Gestaltung der Installation wurden mit einer Camera Obscura Fotos vom Gebäude gemacht, mit genau demselben Objektiv, das auch die Projektoren haben. „Die Fotos, die dabei herauskommen, sehen aus wie uralte Bilder und sind völlig verzerrt“, erzählt Sigrid Sandmann. „Sie müssen von genau demselben Standort aus fotografiert sein, an dem nachher der Projektor steht. Zehn Zentimeter Abweichung bedeuten da schon eine ganz andere Flucht.“ Diese Bilder sind für die Künstlerin die „erste Leinwand“. Die ausgewählten Inhalte passt sie der vorhandenen Architektur an, arbeitet mit Perspektiven und Fluchten, manchmal auch mit Verzerrungen. So entsteht ein ganz neues Bild – vorerst am Computer. „Die große Herausforderung ist, mir vorzustellen wie die Lichtarbeit sich mit der vorgegebenen Fassade verbindet, und dies so umzusetzen, dass die Fassade, die im Alltag nicht mehr wahrgenommen wird, dazu einlädt sich mit ihr und dem jeweiligen Umfeld auseinanderzusetzen, ihn mit neuen Gedanken zu besetzen.“

Redaktion

Meike Drießen
Pressestelle RUB