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Nummer 211 - Bochum, 22.06.2012

Termine und Veranstaltungen

Genozid in Ruanda ++ Lyrik in Zeiten der Globalisierung ++ Tag der Chemie und Biochemie

++ Botschafterin der Republik Ruanda zu Gast ++

Auf Einladung von Prof. Dr. Mihran Dabag (Institut für Diaspora- und Genozidforschung der RUB) besucht die Botschafterin der Republik Ruanda in Deutschland, I.E. Christine Nkulikiyinka, am 28. Juni 2012 die Ruhr-Universität Bochum. Nach einem Empfang durch den Rektor der RUB, Prof. Dr. Elmar Weiler, hält die Botschafterin einen Vortrag zur Aufarbeitung des Genozids im Jahr 1994 in Ruanda: „Die Rolle der Gacaca-Gerichte und der Versöhnungsprozess in Ruanda. Rückblick und Ausblick“ (16 Uhr, Hörsaal HGA 20). Der Vortrag ist öffentlich, alle Interessierten sind herzlich willkommen.
Zwischen April und Juli 1994 wurden im ostafrikanischen Ruanda ca. 800.000 Mitglieder der Bevölkerungsgruppe der Tutsi ermordet. Ein Spezifikum dieses Völkermords war die extrem hohe Beteiligung der Zivilbevölkerung an den Tötungsaktionen. Das stellte die ruandische Gesellschaft nach dem Völkermord vor große Herausforderungen, um die Verbrechen historisch und juristisch aufzuarbeiten und um einen gesellschaftlichen Versöhnungsprozess zu ermöglichen. Ergänzend zu einer Strafverfolgung der Haupttäter durch den Internationalen Strafgerichtshof für Ruanda (ICTR) in Arusha (Tansania) griff man daher mit den „Gacaca-Gerichten“ auf ein traditionelles ruandisches Rechtssystem zurück, bei dem auf regionaler und dörflicher Ebene arbeitende Kommunalgerichte unter Beteiligung der lokalen Bevölkerung für die Aufarbeitung zuständig sind.

Weitere Informationen
http://www.rub.de/idg

Prof. Dr. Mihran Dabag, Institut für Diaspora- und Genozidforschung, Ruhr-Universität Bochum, Tel. 0234/32-29702

idg@ruhr-uni-bochum.de


++ Amerikanisten diskutieren Lyrik im Zeitalter der Globalisierung ++

Amerikanisten der Ruhr-Universität Bochum veranstalten am 29. und 30. Juni 2012 eine internationale Konferenz zur Lyrik im Zeitalter der Globalisierung (jeweils 9 bis 18 Uhr im Veranstaltungszentrum der RUB, Mensagebäude). International führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Belgien, Deutschland, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Polen und den USA sind zu Gast in Bochum. Globalisierung und Transnationalisierung verändern nicht nur die Wirtschaft, das kommunale Leben oder die Politik, sie wirken sich auch in Kultur und Literatur vielfältig aus. Unter dem Titel „Memory, the United States, and Transnational Poetics” fragen die Teilnehmer nach der Bedeutung transnationaler Prozesse in der US-amerikanischen Literatur. Sie erörtern, wie Erinnerungen in Zeiten der Globalisierung lyrisch verarbeitet und fruchtbar gemacht werden. Die Konferenz leistet damit einen Beitrag zur deutschen wie internationalen Forschung zum Transnationalismus und zur Gedächtniskultur.

Weitere Informationen
http://www.ruhr-uni-bochum.de/transnationalpoetics/

Prof. Dr. Cornelia Freitag, Elisa Edwards, Lehrstuhl für American Studies, Ruhr-Universität Bochum, Tel. 0234/32-25058

elisa.edwards@rub.de


++ Tag der Chemie und Biochemie ++

Mit einem bunten Programm aus Wissenschaft, Sport, Spaß und Ehrungen feiert die Fakultät für Chemie und Biochemie ihr diesjähriges Sommerfest (Freitag, 29. Juni, ab 9 Uhr im Hörsaal HNC 10). Der Tag beginnt mit Antrittsvorlesungen von Prof. Dr. Karina Morgenstern und Prof. Dr. Robert Franke, sie sprechen über „Physikalische Chemie auf Oberflächen: Einblicke in die faszinierende Nanowelt“ und über „Theorie und Experiment in der industriellen homogenen Katalyse“. Den Festvortrag hält Prof. Dr. Alfred Wittinghofer vom MPI für Molekulare Physiologie (Dortmund) zum Thema „Ras-Oncogene und Krebs: Traum und Albtraum“. Mit Urkunden und Buchpreisen zeichnet die Fakultät darüber hinaus ihre Absolventen und Jubilare aus, u. a. wird der Fakultätspreis („Wilke-Preis“) verliehen. Ab 14 Uhr geht es auf dem Sportplatz hinter den G-Gebäuden weiter, dann findet das traditionelle Fußballspaßturnier der Fakultät statt.

Weitere Informationen
http://www.chemie.rub.de

Redaktion

Jens Wylkop
Pressestelle RUB