Elektrochemie modular

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Nummer 98 - Bochum, 23.03.2012

Elektrochemie modular

Energie, Medizin, Fußball: Findige Ideen prämiert

GründerCampus Ruhr kürt Sieger des Ideenwettbewerbs

„Elektrochemie einfacher und schneller machen“ – oder auch „ein System für viele Anwendungen“: Das ist die Geschäftsidee, mit der ein Team von Bochumer Chemikern den Ideenwettbewerb des GründerCampus Ruhr gewonnen hat. Zehn Teilnehmer aus der RUB und der Hochschule Bochum traten mit ihren Ideen für eine Geschäftsgründung gegeneinander an, die drei Sieger erhielten am 22. März ihre Preise (Büchergutscheine im Wert von 750, 500 und 250 Euro).

Energie: Elektrochemie ist überall

Ganz egal, wie man den aus regenerativen Energien erzeugten Strom speichert: dahinter steckt immer die komplexe Elektrochemie. Problematisch sind die vielen verschiedenen Systeme und Anwendungen für Stromwandler und -speicher wie Lithium-Ionen-Batterien, Brennstoffzellen oder Elektrokatalysatoren. „Electrochemical Systems“ von Stefan Klink, Dr. Fabio La Mantia, Dr. Thomas Erichsen und Prof. Dr. Wolfgang Schuhmann (Analytische Chemie, RUB) überzeugte die Jury mit der Idee zur Entwicklung und Vermarktung einer modularen Messzelle, die sich flexibel in unterschiedlichen Projekten einsetzen lässt. Je nach Bedarf können die Anwender einzelne Zellkomponenten miteinander kombinieren.

Medizin: Probanden werden immer gesucht

Platz zwei belegten Jan-C. Kattenstroth und Dr. Tobias Kalisch (Neuroinformatik, RUB) mit ihrer Idee für die Dienstleistung „pro-WISS“. Sie wollen im regionalen Umfeld den Markt der Probandensuche erschließen und präsentierten anhand einer Datenbankanalyse eine erstaunliche Zahl: allein im Jahr 2011 liefen im Raum Bochum rund 650 medizinische Studien mit insgesamt knapp 57.000 Probanden. Da die Studien meist über längere Zeiträume gehen, sei die Zahl zwar kumuliert, so Jan Kattenstroth, aber der Bedarf sei insgesamt sehr groß. Interessierte Personen wissen oft nicht, an wen sie sich wenden sollen, während die Studienleiter möglichst schnell die passenden Probanden suchen. Kattenstroth und Kalisch agieren hier als Vermittler und zentraler Ansprechpartner für beide Seiten.

Fußball: Amateure professionell beraten

Der dritte Preis ging an Sebastian Greitemann (Sportwissenschaft, RUB) für seine Idee einer professionellen Videoanalyse und Beratung für Amateurvereine im Fußball. Da auch im Amateurbereich die Ansprüche an Spieler und Trainer stetig steigen, sieht Greitemann seinen Markt vor allem bei den rund 300 Vereinen der 4. bis 7. Liga im Ruhrgebiet, bei Jugendteams, aber auch in der Frauenbundesliga. „Sportsupport“ bietet eine videobasierte Stärken-Schwächen-Analyse sowohl einzelner Spieler wie auch von Mannschaftsteilen oder der ganzen Mannschaft.

Weiter geht es im Businessplanwettbewerb

Im Anschluss an den Ideenwettbewerb startet der GründerCampus Ruhr ab April den Businessplanwettbewerb „ruhr@venture 2012“. Die Teilnehmer erstellen tragfähige Geschäftspläne, die eine fachkundige Jury bewertet. Unterstützt werden die „Gründer in spe“ durch ein Coaching der Senior-Experten der IHK Bochum. Den Siegern winken Geldpreise in Höhe von bis zu 10.000 Euro, gesponsert von der IHK, der Wirtschaftsförderung der Stadt Bochum und der rubitec GmbH. Der GründerCampus Ruhr ist eine Kooperation der Ruhr-Universität Bochum, der Hochschule Bochum und der rubitec GmbH.

Redaktion

Jens Wylkop
Pressestelle RUB

Weitere Informationen

Dr. Karl Grosse, Christiane Jonietz, rubitec GmbH, Stiepeler Str. 129, 44801 Bochum, Tel. 0234/32-11950
bpl-wettbewerb@rub.de

 

Angeklickt

 

1. Platz

Sieger im Ideenwettbewerb: Stefan Klink für das Team Electrochemical Systems mit Dr. Karl Grosse (rubitec GmbH; links) und der Jury-Vorsitzenden, Dr. Katja Fox von der IHK Mittleres Ruhrgebiet

© RUB-Pressestelle, Alexander Grünsel
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2. Platz

Platz zwei für pro-WISS: Dr. Tobias Kalisch (2. v. l.) und Jan-C. Kattenstroth (3. v. l.)

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3. Platz

Der Drittplatzierte: Sebastian Greitemann (Sportsupport)

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