Mit dem Blick fürs Ganze

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Nummer 410 - Bochum, 09.12.2011

Mit dem Blick fürs Ganze

Umfassende Kulturwissenschaft: Ehrendoktorwürde für Karl Galinsky

RUB-Philologie zeichnet herausragenden internationalen Forscher aus

Er ist einer der wenigen, die in ihrem Fach stets den Blick fürs Ganze bewahrt und geprägt haben: Für seine herausragenden Verdienste um eine umfassende, allgemein verständlich vermittelte und fachübergreifende Kulturwissenschaft erhielt Prof. Karl Galinsky die Ehrendoktorwürde der Bochumer Fakultät für Philologie. Der renommierte Forscher aus Austin, Texas (USA) und Max-Planck-Forschungspreisträger ist seit 2009 regelmäßig für ca. fünf Monate im Jahr zu Gast an der RUB und fördert hier Doktoranden aus aller Welt mit Stipendien. Mit der Auszeichnung Galinskys hat die Bochumer Philologie erst zum dritten Mal in ihrer fast 50-jährigen Geschichte eine Ehrenpromotion verliehen.

Außergewöhnliche Breite und Innovationskraft

„Es gibt nur wenige Forscher auf dem Gebiet der Klassischen Philologie von vergleichbarem internationalen Rang wie Professor Galinsky“, heißt es in der Begründung zur Verleihung der Ehrendoktorwürde. Der Forscher zeichne sich aus durch „seine außergewöhnliche fachliche Breite, Interdisziplinarität und Innovationskraft“. Das gelte vor allem für seine grundsätzliche Neubewertung der Augusteischen Kultur – der bis heute wichtigsten und einflussreichsten Epoche der römischen Geschichte unter Kaiser Augustus. Auch als „hervorragender akademischer Lehrer“ genießt Galinsky einen exzellenten Ruf bei Studenten und Kollegen. „Nicht umsonst hält er seit 1999 den Titel eines Distinguished Teaching Professor an seiner Heimatuniversität“, so Prof. Reinhold F. Glei (Seminar für Klassische Philologie) in seiner Laudatio.

Viel beachtete Ortswahl: RUB

Seine bisher herausragendste Ehrung erhielt Galinsky 2009 mit dem Max-Planck-Forschungspreis für Gedächtnisgeschichte. Der Preis ist mit 750.000 Euro dotiert und an einen längerfristigen Gastaufenthalt geknüpft. Mit dem Geld baut Prof. Galinsky an der Ruhr-Universität eine Nachwuchsgruppe auf, um junge Forscherinnen und Forscher zu unterstützen. 15 Doktorandinnen und Doktoranden aus aller Welt werden bereits finanziell mit Stipendien gefördert. „Durch seine viel beachtete Ortswahl hat Professor Galinsky nicht unerheblich zur Reputation unserer Fakultät im nationalen und internationalen Kontext beigetragen“, so Prof. Glei.

Vita Karl Galinsky

Karl Galinsky wurde in 1942 in Straßburg (Elsass) geboren und absolvierte das humanistische Gymnasium in Mainz (Abitur 1961). Zum Studium ging er in die Vereinigten Staaten. 1966 erhielt er seinen Ph.D. in „Classics“ an der Princeton Universität. Im Alter von 30 Jahren wurde er „Full Professor“ an der University of Texas in Austin, wo er von 1974 bis 1990 das Classics Department zum derzeit größten in den USA ausbaute. An dieser Universität ist er jetzt Stiftungsprofessor (Floyd Cailloux Centennial Professor of Classics) und University Distinguished Teaching Professor. 1993 wurde Galinsky bereits mit dem Humboldt-Forschungspreis ausgezeichnet.

Redaktion

Jens Wylkop
Pressestelle RUB

Weitere Informationen

Prof. Dr. Reinhold F. Glei, Seminar für Klassische Philologie, Fakultät für Philologie der RUB, Tel. 0234/32-22761
reinhold.glei@rub.de

 

Prof. Karl Galinsky

Der geehrte Kulturwissenschaftler neben einem berühmten Bochumer Naturforscher (Büste von Carl Arnold Kortum im Musischen Zentrum der RUB)

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Ehrenpromotion

v.l.: Laudator Prof. Reinhold Glei, Prof. Karl Galinsky, Dekan Prof. Ralf Klabunde

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