Zehn Jahre Hackerjagd
Horst Görtz Institut der RUB feiert Jubiläum
Erste Lehrstühle für IT-Sicherheit im Oktober 2001 besetzt
Internationale Spitzenforschung und Ausbildung
Das HGI belegt mit 15 Lehrstühlen und Arbeitsgruppen, die international extrem gut vernetzt sind, einen der Spitzenplätze unter den weltweit führenden Forschungsinstituten in der IT-Sicherheit. „Durch die breite Vernetzung in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik ist das Horst Görtz Institut zu einer zentralen Stelle für das Thema IT-Sicherheit in Deutschland und Europa geworden“, so Christof Paar. Mit über 500 Studierenden in vier Bachelor- und Masterstudiengängen bildet die Ruhr-Universität mit Abstand die meisten Sicherheitsspezialisten in Europa aus.
Breites Themenspektrum
Unser Leben ist inzwischen geprägt von sozialen Netzwerken, E-Mail und Multimedia-Angeboten, die Dank iTunes immer und überall verfügbar sind. Durch den elektronischen Personalausweis und die elektronische Gesundheitskarte werden noch weitere Lebensbereiche digitalisiert. Der Siegeszug der elektronischen Daten geht allerdings mit einem großen Missbrauchspotential einher. Die Sicherheit von Informationstechnologien ist mittlerweile auch von staatlicher Relevanz: Das amerikanische Pentagon ist nicht vor Hackerangriffen gefeit, politische Interna gelangen über Plattformen wie Wikileaks an die Öffentlichkeit und Konflikte werden als Cyberkriege ausgetragen. Allein im letzten Jahr machten der Stuxnet-Virus, der erfolgreiche Angriff gegen die Sony-Playstation und das Hacken von 200.000 Kundenkonten der CitiBank deutlich, wie wichtig Forschungsinstitute der IT-Sicherheit sind. Die Arbeitsthemen des HGI reichen von Internetsicherheit und Schutz gegen Schadsoftware über elektronische Ausweissysteme bis hin zur Datensicherheit für Elektrofahrzeuge. Ebenso ist das HGI eines der führenden Forschungsinstitute in der Kryptographie, die die Grundlage aller Sicherheitslösungen bildet.

