Wie Magersucht die Körperwahrnehmung beeinflusst

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Nummer 276 - Bochum, 14.09.2011

Wie Magersucht die Körperwahrnehmung beeinflusst

Teilnehmerinnen für EEG-Studie an der RUB gesucht

Psychologen erforschen Hirnveränderungen bei Magersucht

Wie Magersucht (Anorexia Nervosa) die Körperwahrnehmung beeinflusst und welche Veränderungen im Gehirn bei der Erkrankung vorliegen, erforschen Prof. Dr. Boris Suchan und Katharina Banscherus vom RUB-Institut für Kognitive Neurowissenschaft zurzeit in einer EEG-Studie. Dafür suchen die Forscher Probandinnen ab 18 Jahren, die von Anorexia Nervosa betroffen sind. Interessierte können sich bei den Studienleitern unverbindlich melden (katharina.banscherus@rub.de, boris.suchan@rub.de). Die Untersuchung dauert 1,5 Stunden. Alle Teilnehmerinnen erhalten eine finanzielle Aufwandsentschädigung.

Studienziele und Untersuchungsmethoden

„Wir haben erste Hinweise, dass die veränderte Körperwahrnehmung bei Anorexia Nervosa nicht allein durch gestörte Denkmuster und Emotionen zu erklären ist“, so Banscherus. Ein Team um Prof. Dr. Boris Suchan und PD Dr. Silja Vocks zeigte, dass in den Gehirnen von Frauen mit Anorexia Nervosa physiologische und funktionelle Veränderungen in den Bereichen vorliegen, die für die Körperwahrnehmung zuständig sind. In der aktuellen Studie untersuchen die Forscher dieses Phänomen näher mittels EEG. Diese Methode erlaubt, Hirnaktivierungen mit hoher zeitlicher Auflösung zu registrieren und Körperverarbeitungsprozesse quasi „online“ aufzuzeichnen.

Redaktion

Dr. Julia Weiler
Pressestelle RUB

Weitere Informationen

Prof. Dr. Boris Suchan, Institut für Kognitive Neurowissenschaft der Ruhr-Universität, Tel. 0234/32-27575
boris.suchan@rub.de

Katharina Banscherus, Institut für Kognitive Neurowissenschaft der Ruhr-Universität
katharina.banscherus@rub.de