Der neue Trendsport: PowerPause

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Nummer 271 - Bochum, 12.09.2011

Der neue Trendsport: PowerPause

RUB-Studenten machen Mitarbeiter der Agentur für Arbeit fit

Überzeugende Ergebnisse aus Pilotprojekt zur betrieblichen Gesundheitsförderung

Die Aktenordner werden zu Hanteln, das Treppenhaus zum Cross-Trainer und der Parkplatz zur Laufstrecke. Wie leicht sich jeder Arbeitsplatz in ein Fitnessstudio verwandeln lässt, das beweisen die beiden Sportstudenten der RUB, Christian Klein und Jascha Telaar, mit ihrem Projekt PowerPause. „Durch regelmäßiges Training steigt die physiologische Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden, während die Zahl der Krankentage sinkt. Die PowerPause ist deswegen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber ein Gewinn.“ So fasst Klein das Ergebnis des dreimonatigen Pilotprojekts zusammen, das die beiden mit den Angestellten der Agentur für Arbeit in Bochum gemacht haben.

Mit Sport durch die Mittagspause

Wer kennt das nicht? Nach dem Mittagessen möchte man eigentlich lieber ins Bett als zurück an den Schreibtisch. Um dem Mittagstief entgegenzuwirken und es nachhaltig zu beseitigen, haben die Masterstudenten Klein und Telaar zusammen mit RUB-Trainingswissenschaftler Prof. Dr. Alexander Ferrauti ihr arbeitsintegriertes Sportprogramm, die PowerPause, entwickelt. „Unser Konzept besteht aus einem halbstündigen Training, das drei Mal pro Woche absolviert wird und die Komponenten Koordination, Kraft und Ausdauer beinhaltet“, erklärt Klein die Idee der PowerPause. „Das Training wird stets von uns angeleitet, damit eine korrekte Ausführung der einzelnen Übungen gewährleistet ist. Außerdem können wir so die Teilnehmer motivieren und auf besondere Umstände reagieren. Die Einheiten finden sowohl im Unternehmen statt, auf Fluren und in Treppenhäusern, als auch draußen, in unmittelbarer Nähe, z.B. auf Wiesen oder Spielplätzen.“

Pilotprojekt als Testphase

Das Pilotprojekt mit der Agentur für Arbeit in Bochum nutzen die beiden Trainingswissenschaftler, um Effektivität, Wirkung, Stärken und Schwächen der PowerPause zu prüfen und zu optimieren. Damit sie sich über den Einfluss ihres Trainings auf die Teilnehmer sicher sein können, machten sie alle standardisierten Tests auch mit einer Kontrollgruppe, die nicht aktiv an der PowerPause teilnahm. Untersucht wurde die Leistungsfähigkeit in den drei Bereichen Koordination, Kraft und Ausdauer immer vor und nach den jeweiligen Trainingsmonaten. Zur Messung des Wohlbefindens bewertete sowohl die Trainingsgruppe als auch die Kontrollgruppe an jedem Arbeitstag morgens, mittags und abends ihre Motivation, Zufriedenheit, Gesundheit und Ausgeglichenheit. Hinreichend belegt ist bereits, dass regelmäßiger Sport die Arbeitsproduktivität erhöht und die Anfälligkeit für Krankheiten verringert.

„Außerordentlich positiv überrascht“

Die Ergebnisse der Testphase sprechen für sich: Sowohl die Auswertung der objektiven Daten als auch der subjektiven Beurteilung der Teilnehmer fällt positiv aus. „Wir hätten nicht gedacht, dass sich in nur drei Monaten so signifikante Resultate erzielen lassen“ erzählt Jascha Telaar erfreut. Nach jedem Trainingsintervall – sei es Koordination, Kraft oder Ausdauer – hat es bei allen Teilnehmern erhebliche Leistungssteigerungen gegeben. Bemerkenswert ist für die beiden Sportler auch, dass das gezielte Training genau die jeweils beanspruchten Fähigkeiten verbesserte. So berichtet Telaar weiter: „Nach dem Krafttraining hatte sich die Muskelkraft der Teilnehmer deutlich erhöht. Nach dem Ausdauertraining waren sie dann ausdauernder, während das Kraftpotenzial wieder etwas abgenommen hatte. Dabei blieb es aber immer noch weit über dem Ausgangsniveau der Teilnehmer vor Trainingsbeginn.“ Die nun fitten Angestellten der Agentur für Arbeit sind besonders begeistert von dem verbesserten Arbeitsklima zwischen den Kollegen und der sportlichen Betätigung an der frischen Luft. Sie bestätigen, dass sie sich durch die regelmäßige PowerPause gesünder, motivierter und ausgeglichener fühlen und geben dem gesamten Projekt die Note „sehr gut“.

Unternehmensgründung

Gefördert wird das Projekt mit 10.000 Euro Preisgeld vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), da es einer der 15 Gewinner des Studierenden-Wettbewerbs „Was macht gesund?“ im Wissenschaftsjahr 2011 ist. Aufgrund des Erfolges ihrer Idee machen sich Jascha Telaar und Christian Klein jetzt selbstständig: „Zukünftig vermischen wir die drei Trainingskomponenten, sodass jede PowerPause Koordinations-, Kraft- und Ausdauerübungen enthält. Dadurch wird sie ganzheitlich und vielfältig.“ Die Trainingsprogramme können individuell an die Wünsche und Möglichkeiten der Unternehmen angepasst werden. Für Oktober haben die beiden bereits einen Auftrag in einer Bankfiliale gewinnen können - weitere Anfragen liegen vor. Eine Homepage ist schon online, Visitenkarten und Flyer sind gedruckt. Pause machen können die zwei Jungunternehmer später, jetzt ist Powern angesagt.

Redaktion

Tabea Steinhauer
Pressestelle RUB

Weitere Informationen

Christian Klein
klein@powerpause.de

Jascha Telaar
telaar@powerpause.de

Prof. Dr. Alexander Ferrauti, Lehrstuhl für Trainingswissenschaft, Fakultät für Sportwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, Tel. 0234/32-22451
alexander.ferrauti@rub.de

 

Angeklickt

 

Erfolgreiches Pilotprojekt

Machen PowerPause: Die beiden RUB-Sportstudenten Christian Klein (links) und Jascha Telaar

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Projektentwickler

Christian Klein (links) und Jascha Telaar

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