Exzellenzinitiative II: RUB setzt zum Endspurt an

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Nummer 262 - Bochum, 01.09.2011

Exzellenzinitiative II: RUB setzt zum Endspurt an

International vernetzt: Exzellenz-Cluster, RUB RS plus, Research Campus RUB

Ruhr-Universität reicht Vollanträge in allen drei Förderlinien ein

Unter sieben neuen Wettbewerbern um den Titel einer exzellenten Universität setzt die RUB zum Endspurt an: Heute, am 1. September, hat sie Vollanträge in allen drei Förderlinien der Exzellenzinitiative II des Bundes und der Länder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung eingereicht. Exzellenzcluster (RESOLV), Graduiertenschule (RUB-Research School plus) und Zukunftskonzept (Research Campus RUB) sind passgenau vernetzt und bilden eine unverwechselbare Einheit. Alles ist auf die konsequente Weiterentwicklung des RUB-Zukunftskonzepts ausgerichtet hin zum Internationalen Forschungscampus. „Kraft und Begeisterung für diesen Weg schöpfen wir aus unserem Leitbild ‚universitas‘“, so Rektor Elmar Weiler. „Es stellt die Menschen in den Mittelpunkt und steht für das internationale Miteinander von Lehrenden und Lernenden. Dabei ist uns die frühe Eigenständigkeit junger Forscher besonders wichtig und wir wollen gleichermaßen für die Förderung von Verbund- und Einzelforschung sorgen.“ Die Ruhr-Universität sieht einen Erfolg in der Exzellenzinitiative nicht zuletzt auch als Motor für den Strukturwandel im Ruhrgebiet, wo die Universitäten längst eine ganz entscheidende Rolle spielen.

Research Campus RUB: Disziplin-übergreifender, kosmopolitischer Lehr- und Forschungsraum

Noch Shooting-Star in der Endrunde der ersten Exzellenzinitiative, präsentiert die Ruhr-Universität nun ein konsequent unter Beteiligung einer Vielzahl von Personen und Gruppen der Universität weiterentwickeltes ausgereiftes Zukunftskonzept. In ihrer Bewerbung „Reseach Campus RUB“ setzt die Ruhr-Universität auf ihre Spitzenposition unter den forschungsstärksten deutschen Universitäten. „Sechs Research Departments, zwei weitere sind beantragt, zeigen, dass die RUB in allen großen Wissenschaftsbereichen über weltweit konkurrenzfähige, disziplinübergreifende Verbundforschung verfügt“, betont Forschungsprorektor Ulf Eysel. Daneben will die RUB besonders auch die Einzelforschung stärken. „Sie ist das Fundament, ohne das sich eine kooperative Forschung gar nicht entwickeln könnte“, so der Forschungsprorektor. Hauptelement des Zukunftskonzepts ist die „International Faculty“. Sie wird von hervorragenden Forschern der RUB gemeinsam mit ihren internationalen Partnern gebildet und wird das Gesicht der Ruhr-Universität entscheidend prägen. Die „International Faculty“ lebt von Forschungsvorhaben, die eine ausgesprochen internationale Komponente enthalten und ausländische Gastwissenschaftler auf den Campus holen. So wird sie nicht nur Forschung und Lehre, sondern auch die Strahlkraft unseres Campus in die Öffentlichkeit verstärken.

RUB-Research School plus - Wege für hervorragende junge Wissenschaftler/innen

Bereits in der ersten Runde der Exzellenzinitiative erhielt die RUB den Zuschlag für eine universitätsweite fachübergreifende Graduiertenschule – die RUB-Research School (RUB-RS). Sie hat sich im Verlauf der Förderperiode zu einer Plattform für alle Promovenden der RUB – ob aus Verbund- oder Einzelforschung – entwickelt und ermöglicht ihnen eine „Promotion mit Mehrwert“. Die RUB-RS wird ab Januar 2012 als eine Einrichtung in Trägerschaft aller zwanzig Fakultäten der Ruhr-Universität weitergeführt. „Sie hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Garanten für hervorragende Doktorarbeiten mit exzellenter Betreuung entwickelt“, sagt Nils Metzler-Nolte, Prorektor für wissenschaftlichen Nachwuchs und Internationales. „Die RUB-RS kann vielfältige Erfolge verzeichnen, dazu gehören nicht zuletzt weit über tausend wissenschaftliche Veröffentlichungen unserer Promovenden seit 2007“, betont der Prorektor. Mit dem neuen Exzellenzprogramm RUB-Research School plus möchte die Ruhr-Universität nun ein Förderprogramm für die besten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Leben rufen. Die RUB-Research School plus unterstützt die kreativsten Doktoranden der RUB-RS noch einmal besonders auf ihrem Karriere-Weg, indem sie zum Beispiel Mittel zur Verfügung stellt für projektbezogene Forschungsaufenthalte im Ausland, für internationale Tagungen – oder auch promovierenden (werdenden) Eltern besondere Hilfestellung gibt.

Gemeinsam Karrieren schmieden: RUB-Research Schoolplus und International Faculty

Dass die Karriere-Wege in Forschung und Lehre an der RUB nicht in einzelnen Einrichtungen enden, sondern übergreifend ausgerichtet sind, zeigt sich auch in der Struktur der drei Förderanträge. RUB Research-School plus und „International Faculty“ arbeiten mit abgestimmten Programmen Hand in Hand. Was die Research Schoolplus den Promovierenden ermöglicht, bieten die Projekte der International Faculty jungen und etablierten Forschern: internationalen Austausch durch Tagungen, Konferenzen, oder Forschungsaufenthalte im Ausland sowie die Möglichkeit internationale Fellows an die RUB einzuladen. Die RUB wird damit zu einem kosmopolitisch geprägten Lehr- und Forschungsraum: Noch attraktiver für ausländische Studierende und Wissenschaftler, und mit den besten Möglichkeiten für die eigenen Mitglieder, Auslandserfahrungen zu sammeln.

Cluster „RESOLV“: Lösungsmittel als aktive Einheiten

Mit 18 Kooperationen allein zu internationalen Universitäten zeichnet sich das Exzellenz-Cluster RESOLV (Ruhr Explores Solvation, Sprecherin: Prof. Dr. Martina Havenith-Newen) durch die deutliche Positionierung im Internationalen Forschungscampus ab. Hier zeigt sich in praxi die Vernetzung einer „International Faculty“ mit der „RUB-Research School“. Das wissenschaftliche Thema des Clusters ist längst überfällig – doch erst im vergangenen Jahrzehnt konnten die technischen Möglichkeiten geschaffen werden, um chemische Reaktionen, industrielle Prozesse oder biologische Vorgänge in flüssiger Phase (in Lösung) zu erforschen. Ein tiefgreifendes Verständnis der Solvatation auf Basis chemischer, physikalischer und ingenieurwissenschaftlicher Grundlagenforschung ist die Voraussetzung für wichtige Schlüsseltechnologien zur Vermeidung von Umweltbelastung, zur Verbesserung der Energieeffizienz und zum Verständnis von Korrosionsprozessen sowie für die Erklärung von biologischen Funktionen. Ziel des beantragten Clusters ist es, „Solvation Science“ auf der Basis eines molekularen und rationalen Ansatzes zu entwickeln. Die Forscher betrachten Solvensmoleküle als funktionelle Einheiten, die in solvensvermittelten und -kontrollierten Reaktionen eine aktive Rolle spielen und nicht nur passive Zaungäste sind.

Redaktion

Dr. Barbara Kruse
Pressestelle RUB

Weitere Informationen

Prof. Dr. Elmar W. Weiler (Gesamtkonzept), Tel. 0234/32-22926

Prof. Dr. Ulf Eysel (Forschung), Tel. 0234/32-27045

Prof. Dr. Nils Metzler-Nolte (RUB-Research School), Tel. 0234/32-24779

Prof. Dr. Martina Havenith-Newen (Exzellenz-Cluster RESOLV), Tel. 0234/32-24249

 

Rektor Prof. Elmar Weiler unterschreibt die Anträge der RUB für die Exzellenzinitiative

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Emsig: Die fertigen Anträge müssen verpackt ...

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... und von Andreas Jünemann nach Bonn und Düsseldorf gefahren werden

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