Intelligente Werkstoffe und Sport aus dem Internet

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Nummer 239 - Bochum, 29.07.2011

Intelligente Werkstoffe und Sport aus dem Internet

RUB-Wissenschaftler gründen neue Unternehmen

Ausgezeichnet: Gewinner des Transferpreises und Erfinderwettbewerbs 2010

Für die industrielle Nutzung intelligenter Werkstoffe und die Entwicklung individueller online-basierter Trainingspläne hat die Ruhr-Universität Bochum am 28.7.2011 den Transferpreis 2010 verliehen. Die aus dem RUB-Institut für Werkstoffe ausgegründete Ingpuls GmbH und die Firma TRAIWI teilen sich die mit 10.000 € dotierte Auszeichnung, die jährlich für erfolgreiche Umsetzungen von wissenschaftlichen Erkenntnissen in marktreife Produkte und Verfahren vergeben wird. Das Preisgeld wird von der Ruhr-Universität Bochum, der IHK mittleres Ruhrgebiet und der rubitec GmbH zur Verfügung gestellt.

Leistungssport und Freizeit: Ein Jahr Training durchgeplant

Sportwissenschaftler haben in den letzten Jahren ein besseres Verständnis der Signalübertragungs- und Signalwirkungswege von Muskelzellen erreicht. Diese Erkenntnisse stellt die Firma TRAIWI unter Leitung von Jörn Menger verschiedenen Zielgruppen zur Verfügung, da eine immer ökonomischere Trainingssteuerung sowohl für den Leistungs- als auch für den Freizeitsport interessant ist. Um sich langfristig gegen die Discounter unter den Fitnessstudios durchzusetzen, müssen hochwertige Einrichtungen ihren Mitgliedern mehr denn je effektive und zeitoptimierte Trainingspläne bieten. Im Leistungssport müssen solche Pläne nicht nur die sportspezifische Aus- und Weiterbildung im Blick haben, sondern z. B. auch das Verletzungsrisiko gering halten. Die TRAIWI-Systeme erstellen basierend auf Geschlecht, Trainingserfahrung, zeitlichen Möglichkeiten und Trainingsziel einen mehrstufigen Plan für eine komplette Saison oder ein Jahr. Über eine intuitiv zu bedienende Benutzeroberfläche machen die Entwickler diese Pläne Sportlern, Trainern und Funktionären im Internet zugänglich.

Für viele Zwecke zu gebrauchen: Metalle, die sich „erinnern“

Die Ingpuls GmbH hat sich darauf spezialisiert, Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei der Entwicklung und Optimierung bestimmter Produkte und Prozesse mit modernster Werkstofftechnik zu unterstützen. Burkhard Maaß, Christian Großmann und André Oppenkowski arbeiten z. B. mit Formgedächtnislegierungen, d.h. Materialien, die nach einer Verformung ihre ursprüngliche Gestalt wieder einnehmen können. Diese modernen Werkstoffe sind für unterschiedliche Anwendungen nützlich, z. B. für Sensorikaufgaben oder zur Betätigung von Schließ- und Entriegelungsmechanismen. Das Team aus Absolventen der Werkstoffwissenschaften setzt die Formgedächtnistechnik zur Entwicklung technischer Lösungen ein, die mit weniger und einfacheren Komponenten auskommen. Die Produkte sind daher leichter und energieeffizienter, weniger komplex und fallen seltener aus. Neben der Entwicklung von Prüfverfahren und -technologien befasst sich das Unternehmen auch mit der Werkstoffsimulation (Finite-Elemente-Methode).

Gewinner des Erfinderwettbewerbs

Über einen mit jeweils 1000 € dotierten Preis dürfen sich außerdem die Gewinner des Erfinderwettbewerbs freuen. Für eine Methode zur Herstellung eines Elektrokatalysators ging die Auszeichnung an das Team der Fakultät für Chemie und Biochemie, bestehend aus Dr. Wie Xia, Prof. Dr. Martin Muhler, Prof. Dr. Wolfgang Schuhmann, Justus Masa und Prof. Dr. Michael Bron (jetzt Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg). Außerdem gewannen die Patente von Prof. Dr. Martin Mönnigmann und Martin Kastsian von der Fakultät für Maschinenbau („Schnelle explizite modellprädiktive Regelung“) sowie von Prof. Dr. Albrecht Bufe und Dr. Marcus Peters von der Medizinischen Fakultät („Synthetische Analoga bakterieller Lipopeptide“).

Redaktion

Dr. Julia Weiler
Pressestelle RUB

Weitere Informationen

Dr. Gordon Heinemann, rubitec GmbH, Stiepeler Str. 129, 44801 Bochum, Tel.: 0234/32-11951
gordon.heinemann@rub.de

 

Angeklickt

 

Preisträger Ingpuls GmbH

Die Preisträger Burkhard Maaß (2.v.l.), André Oppenkowski (3. v.l.) und Christian Großmann (4.v.l.) mit Dr. Karl Grosse (l.), Christoph Burghaus und Prof. Dr. Ulf Eysel.

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Preisträger Traiwi

Preisträger Jörn Menger (2.v.l.) mit Dr. Karl Grosse (l.), Christoph Burghaus und Prof. Dr. Ulf Eysel (r.).

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Erfinderpreis Elektrokatalysator

Die Preisträger Justus Masa und Dr. Wei Xia mit Dietmar Tappe und Prof. Dr. Ulf Eysel (v.l.).

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Erfinderpreis Regelung

Die Preisträger Prof. Dr. Martin Mönnigmann und Martin Kastsian mit Dietmar Tappe und Prof. Dr. Ulf Eysel (v.l.).

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Erfinderpreis Lipopeptide

Die Preisträger Prof. Dr. Albrecht Bufe und Dr. Marcus Peters mit Dietmar Tappe und Prof. Dr.Ulf Eysel.

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