Rohstoffe als Motor der Gesellschaft

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Nummer 201 - Bochum, 28.06.2011

Rohstoffe als Motor der Gesellschaft

Neue Graduiertenschule „Rohstoffe, Innovation und Technik alter Kulturen“

RUB und Deutsches Bergbau-Museum starten gemeinsame Doktorandenausbildung

Kupfer, Zinn, Gold, Silber und Eisen – das sind Rohstoffe, die entscheidenden Einfluss auf die Menschheitsgeschichte hatten. Um die direkten Zusammenhänge zwischen Rohstoffen und ihren Auswirkungen auf alte Gesellschaften zu erforschen, haben die Ruhr-Universität Bochum und das Deutsche Bergbau-Museum (DBM) mit Mitteln der Leibniz-Gemeinschaft eine neue Graduiertenschule ins Leben gerufen. Im Schwarzen Diamanten des DBM feierten die beiden Bochumer Institutionen zusammen mit nationalen und internationalen Partnern den Start der Graduiertenschule „Rohstoffe, Innovation und Technik alter Kulturen (RITaK)“. Die RITaK-Schule bildet acht Doktorandinnen und Doktoranden aus Montan- und Wirtschaftsarchäologie, klassischer und prähistorischer Archäologie, antiker und mittelalterlicher Wirtschaftsgeschichte sowie Archäometrie und Archäometallurgie aus.

Gute Zusammenarbeit fortführen

Die neue Leibniz-Graduiertenschule verbindet Geistes- und Naturwissenschaften und führt die gute Zusammenarbeit des DBM und der Ruhr-Universität in Montan- und Wirtschaftsarchäologie fort. Durch die enge wissenschaftliche Verflechtung der beiden Einrichtungen steht den Doktoranden eine sehr gute fachliche Infrastruktur zur Verfügung. Neben Wissenschaftlern aus den Forschungsbereichen des DBM und des Instituts für Archäologische Wissenschaften der RUB unterstützen externe Forscher aus 17 nationalen und internationalen Einrichtungen die Doktoranden während ihres Promotionsvorhabens.

Forschungsziele der Graduiertenschule

Rohstoffgewinnung und -verarbeitung sind wesentliche Motoren der menschlichen Kultur- und Wirtschaftsentwicklung. Dies trifft sowohl auf alte Kulturen zu, die wir anhand ihrer Rohstoffnutzung in Stein-, Bronze- und Eisenzeit gliedern, als auch auf unsere heutige Zivilisation, die stark vom Rohstoff Silizium geprägt wird. Die Mitglieder der RITaK-Graduiertenschule beschäftigen sich mit Gewinnung, Verarbeitung und Handel von Rohstoffen und deren kultur- und sozialverändernder Rolle in der Vergangenheit, um Vergleiche mit der Gegenwart ziehen zu können. Die Forschungsprojekte sollen z. B. klären, welche Strategien Menschen zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlichen Kulturen nutzten, um Rohstoffe zu gewinnen oder weiterzuverarbeiten und welche Technologien dafür erforderlich waren.

Redaktion

Dr. Julia Weiler
Pressestelle RUB

Weitere Informationen

Eva Koch, Öffentlichkeitsarbeit/Besucherservice des Deutschen Bergbau-Museums, Tel. 0234/5877-141 oder 0460/97820730
eva.koch@bergbaumuseum.de