Fälle über Fälle

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Nummer 182 - Bochum, 15.06.2011

Fälle über Fälle

Warum Falldarstellungen die Wissenschaft eroberten

Germanistisches Institut der RUB lädt zur Tagung „Kasuistische Schreibweisen“

Medizin, Soziologie und Pädagogik – Falldarstellungen prägen all diese und noch weitere humanwissenschaftliche Disziplinen. Warum der „Fall“ sich in so unterschiedlichen Fachbereichen durchgesetzt hat, diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung „Kasuistische Schreibweisen – Falldarstellungen als transdisziplinäres Genre in den Wissenschaften vom Menschen“. Ziel ist es, die unterschiedlichen Erzähltechniken, Medienformen und Wissenskonzepte der kasuistischen Texte vergleichend zusammenzustellen und die Besonderheiten der verschiedenen fallbasierten Präsentationstechniken herauszuarbeiten. Die Veranstaltung findet vom 23. bis 25. Juni an der Ruhr-Universität Bochum im Fakultätssitzungssaal der Philologie (Gebäude GB, Etage 5, Raum 160, Süd) statt und startet am Donnerstag um 14.15 Uhr.

Programm im Internet

Das Programm und weitere Informationen finden sich im Internet unter

http://staff.germanistik.rub.de/neugermanistik-2/tagungen/

Von der Bioethik zum Fernsehen

Die Tagung umfasst Vorträge zu Falldarstellungen vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart aus Philosophie, Medizin, Literatur, Psychologie, Sozialwissenschaft, Medienwissenschaft, Recht und Populärkultur. Außerdem steht eine Diskussion über das Thema „Fallgeschichten im TV“ auf dem Programm. Veranstalterin Dr. Susanne Düwell (Germanistisches Institut der RUB) referiert über Fallgeschichten in Zeitschriften der Spätaufklärung, andere Vorträge beschäftigen sich z. B. mit der Kasuistik in der Bioethik (Marcus Düwell, Utrecht) oder Fallrekonstruktionen in der interpretativen Sozialforschung (Nicole Witte, Göttingen). Zusätzlich findet am 23.6. um 19 Uhr ein öffentlicher Vortrag über „Skandal, Kasuistik, Diskurs – 30 Jahre nach der Mikrogeschichte“ von Michael Hagner (Zürich) statt.

Redaktion

Dr. Julia Weiler
Pressestelle RUB

Weitere Informationen

Prof. Dr. Nicolas Pethes, Germanistisches Institut der Ruhr-Universität Bochum, Tel. 0234/32-25092
nicolas.pethes@rub.de

 

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