Ausgezeichneter Nachwuchsforscher

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Nummer 76 - Bochum, 15.03.2011

Ausgezeichneter Nachwuchsforscher

Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2011 für Dr. Thorsten Holz

„Originelle Forschungsansätze“: Sicherheit und Verteidigung im Netz

Für seine „originellen Forschungsansätze“ erhält der Bochumer Nachwuchswissenschaftler Dr. Thorsten Holz einen der begehrten Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2011: Der Juniorprofessor an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der RUB habe „vor allem durch seine Arbeiten über Sicherheitsbedrohungen im Netz und die Entwicklung von Verteidigungsmechanismen international hohes Renommee erlangt“, heißt es in der Begründung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die DFG gab die sechs diesjährigen Preisträger am 15. März bekannt, drei von ihnen forschen an den Ruhrgebietsuniversitäten in Bochum, Dortmund und Duisburg/Essen (Universitätsallianz Metropole Ruhr – UAMR). Die Preisverleihung findet am 9. Mai in Berlin statt.

Die Deanonymisierung im Netz

Der 29-jährige Informatiker Dr. Thorsten Holz paart seine „originellen Forschungsansätze“ mit einer „hohen Versiertheit hinsichtlich der technischen Details von Schadsoftware“, so genannter Malware. Auf dieser Grundlage konnte er an der Bochumer Ruhr-Universität Verfahren entwickeln, die bereits ihren Weg in die breite Anwendung gefunden haben. Aktuell befasst sich Holz mit der Deanonymisierung von Netzbenutzern aufgrund ihrer Mitgliedschaft in sozialen Netzwerken wie Facebook und YouTube – und findet auch mit diesem Thema außerhalb der Wissenschaft Beachtung.

Embedded Malware, Anti-Spam und Honeypots

Prof. Dr. Thorsten Holz studierte Informatik an der RWTH Aachen und promovierte anschließend an der Universität Mannheim zum Thema „Tracking and Mitigation of Malicious Remote Control Networks“. Anschließend arbeitete er als PostDoc am International Secure Systems Lab der TU Wien. Seit 2010 ist es Juniorprofessor für Embedded Malware an der RUB. Neben der Schadsoftware erforscht er unter anderem die Analyse von Binärcode und von Anti-Spam-Techniken sowie so genannte „Honeypots“. Das sind Computersysteme, mit deren Hilfe man das Verhalten und die Vorgehensweise eines Angreifers studieren kann.

Ansporn für den Nachwuchs

Für die Ruhr-Universität ist die Auszeichnung ein weiterer Erfolg und eine Bestätigung der konsequenten Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis wird seit 1977 jährlich an Nachwuchswissenschaftler vergeben. Die Auszeichnung ist aus Sicht der DFG Anerkennung und zugleich Ansporn, die wissenschaftliche Laufbahn geradlinig weiterzuverfolgen, und genießt ein hohes Ansehen. Der Preis ist mit jeweils 16.000 Euro dotiert, finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Redaktion

Jens Wylkop
Pressestelle RUB

Weitere Informationen

Juniorprofessor Dr. Thorsten Holz, Arbeitsgruppe Embedded Malware, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der RUB, Tel. 0234/32-25199
thorsten.holz@rub.de

 

Thorsten Holz

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