Das Schicksal der Gedächtnisspur: Lernen, Erinnern, Vergessen

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Nummer 68 - Bochum, 08.03.2011

Das Schicksal der Gedächtnisspur: Lernen, Erinnern, Vergessen

„European Campus of Excellence“: Europäische Studierende forschen mit anerkannten internationalen Wissenschaftlern

Stiftung Mercator fördert erste Summer School im Netzwerk an der RUB

Wir sind unsere Erinnerung: Ohne unser Gedächtnis hätten wir weder eine Vergangenheit noch eine Zukunft. Aber wie funktioniert das Gedächtnis? Welche neuronalen Strukturen ermöglichen die Erinnerung an den Geburtstag des Großvaters oder die ersten Gehversuche der Tochter? Und warum vergessen wir manches wieder? Diesen und vielen anderen Fragen widmen sich rund 30 exzellente europäische Studierende gemeinsam mit international führenden Neurowissenschaftlern während der ersten Summer School im Netzwerk des „European Campus of Excellence“ (ECE), die vom 4. bis zum 25. September 2011 an der RUB stattfindet und von der Stiftung Mercator gefördert wird. Die Veranstaltung bildet den Auftakt einer Reihe internationaler Summer Schools, die in Kooperation mit europäischen Stiftungen in verschiedenen Ländern geplant sind. Noch bis zum 15. April können sich exzellente Studierende verschiedener Disziplinen der Hirnforschung (Biologie, Medizin, Psychologie, Computer- und Kognitionswissenschaft) aus der Europäischen Union sowie aus Israel, der Türkei, Norwegen, und der Schweiz für ein Stipendium bewerben.

Informationen im Internet

Informationen zum European Campus of Excellence:

http://www.euca-excellence.eu

Überkommene nationale Grenzen überwinden

„Die Förderung hochbegabter Studierender muss sich europäisch ausrichten und kann nicht allein innerhalb überkommener nationaler Schemata stattfinden – nur so kann das ‚alte Europa‘ intellektuell jung und hoch wettbewerbsfähig bleiben“, unterstreicht Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth, Präsident der Studienstiftung des deutschen Volkes und ECE-Koordinator. „Durch die Förderung dieser internationalen Summer School will die Stiftung Mercator dazu beitragen, dass Studierende trotz enger Studienordnungen internationale Erfahrungen sammeln können. Wir hoffen, dass dieses europäische Modell Schule machen wird und damit auch ein Beitrag zur Verbesserung der Qualität in der Lehre geleistet werden kann“, so Dr. Bernhard Lorentz, Geschäftsführer der Stiftung Mercator.

Gemeinsam wohnen, essen und experimentieren

Die Rahmenbedingungen der ersten Summer School des ECE, die unter der Federführung des Bochumer Neurowissenschaftlers Prof. Onur Güntürkün (Lehrstuhl Biopsychologie, Institut für kognitive Neurowissenschaften) stattfindet, sind einmalig: Drei Wochen lang leben und forschen Studierende und Wissenschaftler gemeinsam in den Räumen der Ruhr-Universität zum Thema „Das Schicksal der Gedächtnisspur: Lernen, Erinnern, Vergessen“. Zur feierlichen Eröffnung am 4. September 2011 wird Prof. Dr. Ray Dolan (Wellcome Trust Centre for Neuroimaging, London) erwartet. In der ersten Woche dreht sich alles um das Lernen und Speichern neuer Informationen. In Woche zwei beschäftigen sich die Teilnehmer mit der Organisation des Gedächtnisses. „Verlernen und Vergessen“ sind die Themen der dritten Woche. Vormittags werden Vorlesungen, nachmittags experimentell ausgerichtete Laborseminare angeboten. An drei Abenden der Woche halten international anerkannte Wissenschaftler vertiefende, teilweise öffentliche Vorlesungen. Exkursionen an den Wochenenden ermöglichen es den Teilnehmern, sowohl das Ruhrgebiet kennen zu lernen als auch persönliche Kontakte für die Zukunft zu knüpfen. Die ausgewählten Teilnehmer erhalten ein Stipendium, das die vollen Reise- und Unterhaltskosten abdeckt.

RUB freut sich auf den wissenschaftlichen Nachwuchs Europas

„Dass wir Gastgeber des ersten European Campus of Excellence sein dürfen, bestätigt die hervorragende internationale Reputation, welche die Neurowissenschaften der Ruhr Universität genießen. Wir freuen uns sehr darauf, den wissenschaftlichen Nachwuchs Europas bei uns in Bochum begrüßen zu dürfen“, so Prof. Güntürkün.

Redaktion

Meike Drießen
Pressestelle RUB

Weitere Informationen

Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Onur Güntürkün, Fakultät für Psychologie, Abteilung Biopsychologie, Tel. 0234 – 32 26213
onur.guentuerkuen@rub.de

Marisa Klasen, Kommunikationsmanagerin Stiftung Mercator, Tel. 0201-245 22 53
http://www.stiftung-mercator.de marisa.klasen@stiftung-mercator.de

 

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