Zentrum für Mittelmeerstudien der RUB wird offiziell eröffnet

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Nummer 56 - Bochum, 25.02.2011

Zentrum für Mittelmeerstudien der RUB wird offiziell eröffnet

Erstes Internationales Treffen von Mittelmeerinstituten in Bochum

20 Institute aus aller Welt sind vertreten

Zum ersten internationalen Treffen von Mittelmeerinstituten lädt das Zentrum für Mittelmeerstudien an der Ruhr-Universität am 2. und 3. März ein. Bei dem Treffen will sich das Bochumer Zentrum als erstes dieser Art in Deutschland öffentlich vorstellen, Kooperationsmöglichkeiten mit mediterranistischen Forschungseinrichtungen anderer europäischer wie außereuropäischer Länder auslosten und Perspektiven der internationalen Mittelmeerforschung diskutieren. Am 3. März (16 Uhr, Veranstaltungszentrum) findet auch die offizielle Eröffnung des Zentrums statt, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

Offizielle Eröffnungsfeier

Auf dem Programm der Eröffnungsfeier stehen Grußworte des Rektors der Ruhr-Universität, Prof. Dr. Elmar Weiler, des Parlamentarischen Staatssekretärs der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, sowie des Direktors des Zentrums für Mittelmeerstudien, Prof. Dr. Nikolas Jaspert. Den Festvortrag hält Prof. Dr. Andreas Kablitz, Professor für Romanische Philologie an der Universität zu Köln und zugleich Direktor des Petrarca-Instituts der Universität, zum Thema: „Das Mittelmeer – Anmerkungen zur 'Konstruktion' eines kulturellen Raumes“. Im Anschluss an die feierliche Eröffnung lädt das Institut zu einem Umtrunk ein. Die Medien sind herzlich willkommen.

Gäste aus aller Welt haben zugesagt

Annähernd 20 Institute aus Deutschland, Ägypten, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Ungarn, Libanon, Malta, Slowenien und der Türkei sind der Einladung des Mittelmeerzentrums zum ersten internationalen Treffen gefolgt und werden die Themenschwerpunkte und Aktivitäten ihrer Institute präsentieren. Gemeinsam mit den anderen Institutsvertretern und den Mitarbeitern des Zentrums für Mittelmeerstudien werden die Fachleute über Herausforderungen und Wünschen aktueller Mittelmeerforschung diskutieren. Das Treffen ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer zukunftsweisenden Vernetzung des Bochumer Zentrums. Ein erster Bochumer Nachwuchsworkshop für Mediterranist/innen fand im Dezember 2010 statt; die erste internationale Konferenz des Zentrums für Mittelmeerstudien ist vom 5. bis zum 7. Mai 2011 geplant. Thema: „Gefährdete Konnektivität – Piraterie im Mittelmeerraum“.

Erstes transdisziplinäres, epochenübergreifendes Zentrum

Ob „Risikogrenze“ oder „Wiege“ Europas: Das Mittelmeer erfährt immer wieder neue Zuschreibungen und steht nicht erst seit der Gründung der „Union für das Mittelmeer“ (2008) im Blickfeld von Politik und Wirtschaft. Am „Zentrum für Mittelmeerstudien“ erforschen die Wissenschaftler seit Juni 2010 diese Deutungen des Mittelmeerraums und dessen gegenwärtige Entwicklungen, zugleich schauen sie in die Vergangenheit der Großregion. Das Zentrum bündelt die zahlreichen mediterranistischen Aktivitäten an der RUB. Die Bochumer Mittelmeerforschung umfasst den Zeitraum von der Antike bis in die Gegenwart und kreist vor allem um vier Themenfelder: „Mobilität“, „Soziale Netzwerke“, „Interkulturelle Kommunikation“ und „Politische Netzwerke“. Besonderes Augenmerk legen die Forscher auf Austauschprozesse, deren Akteure und die dabei verwendeten Ressourcen (Rohstoffe, aber auch andere nutzbare Größen wie Wissen oder Macht). Der so umrissene Forschungsrahmen soll fachübergreifende Zugänge eröffnen. Das Zentrum für Mittelmeerstudien der Ruhr-Universität wird mit über zwei Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Redaktion

Meike Drießen
Pressestelle RUB

Weitere Informationen

Eleni Markakidou, Zentrum für Mittelmeerstudien der Ruhr Universität Bochum, Konrad Zuse Str. 16, 44801 Bochum, Tel.: 0234/32-27276
http://www.ruhr-uni-bochum.de/mittelmeerstudien/ Mittelmeerstudien@ruhr-uni-bochum.de