Forschung zum Stiften und Schenken

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Nummer 14 - Bochum, 17.01.2011

Forschung zum Stiften und Schenken

FUNDARE-Preis wird zum ersten Mal verliehen

RUB-Juristen befassten sich mit Testamentsvollstreckung und Stiftungszusammenführung

Da sich der Staat wegen klammer Kassen immer mehr aus der Förderung des Gemeinwohls zurückzieht, wächst die Bedeutung von Stiftungen. Herausragende Forschungsarbeiten, die sich mit dem Stiften und Schenken auseinandersetzen, prämiert der „Fundare e.V. – Gemeinnütziger Verein zur Förderung des Stiftungswesens“ mit dem FUNDARE-Preis, der mit 2.000 Euro dotiert ist. Am 21. Januar wird er beim Fakultätsfest der Juristischen Fakultät der RUB (Audimax, 16 Uhr) zum ersten Mal vergeben. Die Preisträger Dr. Jonas Arnhold und an Dr. Matthias Gantenbrink befassten sich mit der Rolle des Testamentsvollstreckers bzw. mit der behördlichen Aufhebung und Zusammenführung von Stiftungen.

Lösung strittiger Fragen, Erhellung von Unklarheiten

Beide Arbeiten trügen entscheidend zur Lösung strittiger Fragen, zur Aufhellung von Unklarheiten des Gesetzes und damit insgesamt zur rechtlichen Stabilität von Stiftungen bei, begründet der Verein die Auswahl der beiden prämierten Arbeiten. Die beiden Bochumer Juristen, die sich den Preis hälftig teilen, hätten sich in ihren Doktorarbeiten mit Themen auseinandergesetzt, die für das Stiftungswesen von großer Bedeutung sind. Technologische, kulturelle und medizinische Umwälzungen werden heute oft von Stiftern gefördert, die bei der Setzung des Stiftungszwecks nicht auf demokratische Mehrheiten angewiesen sind und daher auch auf völlig neue Ideen setzen können. Viele Stifter haben große Vermögen erworben und wollen der Gemeinschaft, die ihnen den Erwerb des Vermögens ermöglicht hat, etwas zurückgeben.

Preis wird jährlich verliehen

Der Verein „Fundare e.V. – Gemeinnütziger Verein zur Förderung des Stiftungswesens“ richtet seit einigen Jahren die größte deutsche Veranstaltung zum Stiftungsrecht in Bochum aus. Der von ihm gestiftete und mit jährlich 2.000 Euro dotierte Preis soll herausragende Leistungen bei der Erforschung des Stiftungswesens in seiner ganzen Breite auszeichnen. Er ist nicht auf das Stiftungsrecht beschränkt. Auch anderen Fächern angehörende Arbeiten, z.B. historische, philosophische, soziologische und wirtschaftswissenschaftliche, zu den Themen Schenken und Stiften können prämiert werden.

5. Stiftungsrechtstag Anfang Februar

Der Fundare e.V. veranstaltet am 4. Februar den 5. Stiftungsrechtstag an der Ruhr-Universität Bochum (Veranstaltungszentrum der Ruhr-Universität, 9 bis 17 Uhr). Hochkarätige Referenten zu interessanten Themen versprechen eine hohe Teilnehmerzahl. Der Eröffnungsvortrag widmet sich dem Thema „Altruismus und Hirnforschung“.

Weitere Informationen
http://www.ruhr-uni-bochum.de/ls-muscheler/fundare_stiftungsrechtstag5.html

Redaktion

Meike Drießen
Pressestelle RUB

Weitere Informationen

Prof. Dr. Karlheinz Muscheler, Juristische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel.: 0234/32-22264
http://www.ruhr-uni-bochum.de/ls-muscheler ls.muscheler@jura.rub.de