Den Fingerabdruck von Materialien aufspüren ...

RUB » Pressestelle » Presseinformationen » Kategorie Allgemeines » Presseinformation 267
Nummer 267 - Bochum, 03.09.2010

Den Fingerabdruck von Materialien aufspüren ...

... und ins Land der Materialwissenschaften reisen

Zwei neue Projekte starten im Schülerlabor der RUB

Den Fingerabdruck von Materialien per Spektroskopie identifizieren und eine spannende Reise ins Land der Materialwissenschaften unternehmen können Schülerinnen und Schüler im Alfried Krupp-Schülerlabor der RUB. Zu Beginn des Schuljahrs 2010/11 starten zwei neue fachübergreifende Projekte, die Physik, Materialwissenschaften und Chemie verbinden: „Fingerprints of Materials“ und „Prüfstelle Schülerlabor“. Schulklassen und Oberstufenkurse können die ganztägigen Projekte ab sofort buchen.

Grundlagen der Spektroskopie lernen

Licht ist nicht gleich Licht - und es ist vor allem mehr als die für uns sichtbaren Farben Rot bis Lila. Was passiert zum Beispiel mit "Licht", wenn es auf einen Stoff - ein Gas, eine Flüssigkeit - trifft? Jeder Stoff reagiert mit einfallenden elektromagnetischen Wellen und zeigt als Reaktion ein charakteristisches Spektrum, vergleichbar mit dem individuellen Fingerabdruck eines Menschen. In diesem neuen Projekt untersuchen Schüler die Spektren verschiedener Stoffe und lernen dabei die Grundlagen der Spektroskopie kennen. Es entstand in einer Kooperation des Lehrstuhls für Physikalische Chemie II (Prof. Dr. Martina Havenith-Newen) mit dem Schülerlabor.

Bilinguale Projekte

Als bilinguales Projekt wird „Fingerprints of Materials“ auch auf Englisch angeboten, um die weltweit führende Wissenschafts- und Laborsprache mit Spaß und ohne Berührungsängste anzuwenden. Es ist das vierte bilinguale Angebot im Schülerlabor – in den Projekten „Mighty Minerals“, „Discover Plasma Physics“ und „Vanilla or Vanillin“ können Schüler bereits auf Englisch experimentieren. „Fingerprints of Materials“ startet im Oktober 2010 und richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Oberstufe.

Prüfstelle Schülerlabor

„Marmor, Stein und Eisen bricht“ – oder etwa nicht? Und welche Möglichkeiten gibt es, die Eigenschaften von Materialien zu untersuchen? Im neuen Projekt „Prüfstelle Schülerlabor“ beschäftigen sich Schüler ab Klasse 10 mit ausgewählten Methoden der Werkstoffprüfung und aktuellen Entwicklungen von Materialien. Sie experimentieren an verschiedenen Stationen, „programmieren ihr eigenes Formgedächtnismetall, erfahren etwas über den Einsatz magnetischer Flüssigkeiten in der Krebstherapie, machen Zugversuche und Ultraschalluntersuchungen, arbeiten mit Wärmebildkameras und Mikroskopen. Die insgesamt neun mobilen Versuchsstände für dieses Projekt sind eine Dauerleihgabe der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM) in Frankfurt am Main. Das Projekt verknüpft Materialwissenschaften und Methoden der Chemie.

Projekte im Internet

Das Schülerlabor ist ein zentraler Teil der Initiative „Junge Uni – Schulprojekte an der Ruhr-Universität Bochum“. Ausführliche Informationen über die neuen Projekte – zum Beispiel auch über „Soap Opera(tions)“ aus den vergangenen Sommerferien, das jetzt dauerhaft im Bereich Chemie angeboten wird – stehen auf den Internetseiten des Schülerlabors unter

http://www.rub.de/schuelerlabor

Redaktion

Jens Wylkop
Pressestelle RUB

Weitere Informationen

Alfried Krupp-Schülerlabor, Ruhr-Universität Bochum, Tel. 0234/32-27081
schuelerlabor@rub.de

 

Angeklickt

 

Logo DGM

Download (202.6 kB)