Transatlantische Materialforschung

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Nummer 135 - Bochum, 04.05.2010

Transatlantische Materialforschung

Bochumer Studenten arbeiten zusammen in Europa und Amerika

Kooperation zwischen der University of Maryland und der RUB

Eine Fernbeziehung der besonderen Art pflegen die Bochumer Maschinenbaustudenten Matthias Wambach und Steffen Salomon: Während der eine in Maryland/USA neue Materialien herstellt, testet der andere sie in Bochum. Heraus kommt eine gemeinsame Projektarbeit. Die Zusammenarbeit ist die erste Manifestation eines „Agreement of Cooperation“ zwischen der RUB und der University of Maryland, College Park, USA, die im April unterzeichnet wurde. Der halbjährige Auslandsaufenthalt von Matthias Wambach wird vom Materials Research Department der RUB gefördert.

Materialbibliotheken herstellen und vermessen

Beide Studenten gehören der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Alfred Ludwig an, die schon lange mit der Gruppe von Prof. Dr. Ichiro Takeuchi in Maryland kooperiert. Am 3. Mai hat Matthias Wambach seinen Aufenthalt dort begonnen. „Er wird mit kombinatorischen Methoden verschiedene Materialien herstellen, die wir in Bochum so nicht produzieren können. Die schickt er dann her und Steffen Salomon wird sie vermessen“, erklärt Prof. Ludwig. Forschungsgegenstand der beiden Studenten sind sog. magnetokalorische Materialien. Sie verändern ihre Temperatur abhängig vom Magnetfeld, dem sie ausgesetzt sind. In ferner Zukunft kann man sich umweltfreundliche Kühlelemente aus solchen Materialien vorstellen – dafür müssen sie aber noch um einiges effizienter werden. Deswegen stellt Matthias Wambach Materialbibliotheken mit gleich Hunderten verschiedener dieser Materialien gleichzeitig her, die dann automatisiert in Bochum vermessen werden. „Mit Skype und internetgestützten Plattformen kann man sehr gut zusammenarbeiten“, meint Prof. Ludwig.

International und forschend lernen

Ziel der Kooperation ist es, die spezifischen Expertisen der beiden Gruppen trotz der großen Distanz zwischen Bochum und Maryland optimal zu nutzen. Dadurch ergeben sich für alle Seiten Vorteile und die Bochumer Studierenden können am Ende auf eine in echter internationaler Zusammenarbeit entstandene wissenschaftliche Projektarbeit verweisen. Weitere derartige Projekte sind vorgesehen.

Redaktion

Meike Drießen
Pressestelle RUB

Weitere Informationen

Prof. Dr.-Ing. Alfred Ludwig, Sprecher des Materials Research Departments, Institut für Werkstoffe / Werkstoffe der Mikrotechnik, Fakultät für Maschinenbau der Ruhr-Universität, 44780 Bochum, Tel.: 0234/32-27492
alfred.ludwig@rub.de

 

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Maryland

Prof. Takeuchi, Matthias Wambach

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