Alle RUB-Bachelor-Studiengänge qualitätsgeprüft

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Nummer 124 - Bochum, 29.04.2010

Alle RUB-Bachelor-Studiengänge qualitätsgeprüft

Mehr medienstützte Angebote – flexiblere Studienorganisation

Entwicklungsprofile für alle Fakultäten aufgezeigt

Die Studienreform an der RUB geht weiter: Nach einer eingehenden Prüfung aller Bachelorstudiengänge ist für jeden Studiengang ein Entwicklungsprofil mit allgemeinen und fachspezifischen Empfehlungen erarbeitet worden. Diese sollen in Vereinbarungen zwischen Rektorat und Fakultäten festgehalten und ihre Umsetzung nach einem angemessenen Zeitraum überprüft werden. So wird den Fakultäten u.a. eine bessere Information von Studienanfängern und das Angebot von Summer Universities vor Studienbeginn zum Erwerb von Sprachkenntnissen ans Herz gelegt. Einige Fakultäten haben sich die Umgestaltung des Prüfungssystems vorgenommen. Die Anwesenheitspflicht ist und bleibt Sache der Fakultäten, Anwesenheitskontrollen in Vorlesungen finden aber nicht mehr statt. Die Universitätskommission Lehre (UKL) hat die Qualität der Studiengänge an der RUB insgesamt für gut befunden; nur in wenigen Studiengängen sah sie grundlegenden Verbesserungsbedarf. Darüber hinaus hat sie unterschiedliche Best Practice Beispiele identifiziert, an denen sich andere Fächer auf dem Campus orientieren können.

Intensiver Prozess – Alle Gruppen haben mitgearbeitet

„Wir haben bewusst alle Gruppen an der Ruhr-Universität in diesen intensiven Prüfprozess einbezogen“, sagt Prof. Dr. Uta Wilkens, Prorektorin für Lehre. „So können wir sicher sein, die Studienreform im Sinne aller voranzutreiben.“ Zur Prüfung der Studiengänge haben die Fachschaften studentische Arbeitsgruppen gebildet, die noch bis zum 30. April ihre Vorschläge unterbreiten können; ebenso reflektierten Fakultäten selbstkritisch ihre Regelungen zu Anwesenheit und Prüfungen und formulierten vor diesem Hintergrund Selbstverpflichtungen. Darüber hinaus beauftragte das Rektorat die Universitätskommission Lehre mit der Qualitätsprüfung aller Bachelor-Studiengänge. Als Datengrundlage nutzte die UKL Akkreditierungsgutachten, die Studierendenstatistik, Lehrberichte und die Ergebnisse der Absolventenstudie, um die Studiengänge zu evaluieren.

Information und Organisation

Ergebnis der Prüfungen sind acht allgemeine Empfehlungen an die Fakultäten: Die Kommission empfiehlt eine bessere Integration der Sprachausbildung in das Curriculum und Vorkurse oder Summer Universities zur Angleichung unterschiedlicher Voraussetzungen der Studienanfänger in Sprachen oder Mathematik. Anwesenheitspflichten in Vorlesungen als notwendige Voraussetzung für den Wissenserwerb werden nicht mehr ausschließlich über Präsenzpflichten realisiert. Lehrende, die den Besuch ihrer Vorlesungen für unerlässlich halten, sollen diese mediengestützt so aufbereiten, dass sie als Aufzeichnung zeitlich flexibel besucht werden können. „So schaffen wir Anwesenheitspflichten nicht einfach ab, sondern stellen sicher, dass jeder Studierende selbstständig am Wissenserwerb partizipieren kann“, sagt Prof. Wilkens. Anwesenheitskontrollen in Vorlesungen entfallen dadurch. Außerdem sollen die flexible Nutzung von Angeboten des Optionalbereichs transparenter gemacht, die Heterogenität der Studierenden didaktisch berücksichtigt, internetgestützte Prüfungsformen entwickelt und für die Bewertung von Lehrveranstaltungen die Evaluationsergebnisse mehrerer Semester im Vergleich genutzt werden, um Verbesserungen verfolgen zu können.

Best Practice Beispiele

Die Universitätskommission Lehre hat darüber hinaus eine Reihe von Best Practice Beispielen genannt, an denen sich andere Fakultäten orientieren können. So lobte die Kommission das Beratungskonzept des Englischen Seminars, das Studierende systematisch in den verschiedenen Verlaufsstudien des Studiums anspricht, die Prüfungsorganisation im Fach Geschichte, die Gestaltung der Lehre durch studentische Eigenarbeit, integrierte Präsenz-Arbeit und forschungsorientiertes Lernen in der Sozialwissenschaft, kleine Lerngruppen im Studiengang Biochemie sowie die kollektiven Semesterabschlussgespräche zur Evaluation in der Fakultät Biologie und Biotechnologie.

Redaktion

Meike Drießen
Pressestelle RUB

Weitere Informationen

Prof. Dr. Uta Wilkens, Prorektorin für Lehre, Weiterbildung und Medien der Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-24745
prorektor-lehre@rub.de