16. „Tag der Lehre“ in der RUB-Sozialwissenschaft

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Nummer 11 - Bochum, 12.01.2010

16. „Tag der Lehre“ in der RUB-Sozialwissenschaft

Verbesserung von Studienbedingungen und innovative Lehre

Lehrende im Dialog mit Studierenden

In den vergangenen Monaten haben bundesweit Studierende gegen die ihres Erachtens mangelhaften Studienbedingungen protestiert, so auch an der Ruhr-Universität. Die RUB-Fakultät für Sozialwissenschaft hat dies zum Anlass genommen, im Rahmen ihres 16. „Tags der Lehre“ am 20. Januar 2010 Aspekte der Studierendenproteste aufzunehmen und diese mit den Ergebnissen der neuen Absolvent(inn)enstudie in Bezug zu setzen. Darüber hinaus werden sich Lehrende und Studierende mit Beispielen und Formen guter Lehre beschäftigen. Der „Tag der Lehre“ findet an der Fakultät seit 2002 jedes Semester statt. „Wenn man den Anspruch hat, Lehre und Studienbedingungen ständig zu optimieren, ist ein kontinuierlicher Dialog mit den Studierenden eine Selbstverständlichkeit“, so Studiendekan Achim Henkel.

Arbeitsgruppen mit Studierenden und Lehrenden

Anders als in den vergangenen Semestern handelt es sich diesmal nicht um ein einzelnes Treffen, sondern um ein ganzes Set von Veranstaltungen und Aktivitäten, die zum Teil mit professioneller Moderation durchgeführt werden. Nach einleitenden Kurzvorträgen werden in einer ersten Arbeitsphase Studierende und Lehrende gemeinsam in thematischen Arbeitsgruppen Verbesserungsmöglichkeiten und Innovationspotenziale diskutieren. Zum einen werden auf der empirischen Grundlage der Absolvent(innen)studie und der individuellen Erfahrungen der Studierenden und Lehrenden Themen wie „Zusammengewürfelte Module? Zu Viele Prüfungen?“ und „Wer weiß noch, wo es langgeht? – Beratung und Information“ diskutiert. Zum anderen bieten Arbeitsgruppen Einblicke in Best Practice-Beispiele zu innovativen Lehrformen wie der Planspielmethode, zu Forschendem Lehren oder der Präsentationswerkstatt. In der Arbeitsgruppe „Öffentliche Seminarplanung“ werden Studierende in die Planung einer konkreten Lehrveranstaltung einbezogen.

Richtig gute Prüfungen

In einer zweiten Phase stehen Prüfungen im Mittelpunkt. In einem moderierten Erfahrungsaustausch diskutieren Lehrende und Studierende getrennt. „Wenn man möchte, dass Studierende sich offen über ihre Erfahrungen mit Prüfungen austauschen, dann muss man die Lehrenden außen vor lassen. Wir werden über die Moderation genügend Feed-Back zu bekommen“, so Jan Schedler, der die Aktivitäten der fakultätseigenen „Qualitätsinitiative Lehre“ koordiniert. Während die Lehrenden unter dem Titel „Viele gute Prüfungen“ diskutieren, wie trotz hohem Prüfungsaufkommen gute Prüfungen gewährleistet werden können, steht der studentische Erfahrungsaustausch unter dem Motto „Prüfungen: zu viel(e), zu schlecht, zu…?“ „Uns geht es nicht darum, den Status Quo zu beschwören“, sagt Achim Henkel: „Wenn wir negatives Feed-Back bekommen, gibt uns das die Möglichkeit, Änderungen vorzunehmen oder auch Angebote anzupassen.“

Kooperation von Lehrenden, Studierenden und Personalentwicklung

Möglich geworden ist das neue Format des Tages der Lehre durch die Einbettung in das Projekt „Lehre im Dialog“, das im Sommersemester 2009 in einem Workshop zusammen mit der Stabsstelle Interne Fortbildung und Beratung (IFB) entwickelt wurde. Außerdem wurde die Vorbereitung vom Engagement einer fakultätsweiten Arbeitsgruppe aus Lehrenden und Studierenden getragen.

Redaktion

Meike Drießen
Pressestelle RUB

Weitere Informationen

Jan Schedler, Fakultät für Sozialwissenschaft der RUB, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-25144
jan.schedler@rub.de

Achim Henkel, Fakultät für Sozialwissenschaft, Tel. 0234/32-22474
achim.henkel@rub.de

Dorothea Gieselmann, Stabsstelle Interne Fortbildung und Beratung, Tel. 0234/32-22140
dorothea.gieselmann@rub.de

 

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