RUB startet Förderprogramm „Forschendes Lernen“
Bachelor-Studiengänge sollen weiterentwickelt werden
Forschung erfahren, erlernen, leben
Selbstständig, kritisch, gemeinsam
Ob angehende Geografen über mehrere Semester hinweg in Zusammenarbeit mit einem Planungsbüro ein Umweltgutachten für ein fiktives Bauprojekt erstellen oder werdende Mediziner und Historiker eine Ausstellung über Rassenhygiene gestalten: Selbstständigkeit, eine kritische Haltung, das Miteinander, die Offenheit und die öffentliche Präsentation der Ergebnisse sind wesentliche Kriterien forschenden Lernens. Diese beiden im Wettbewerb „lehrreich“ ausgezeichneten Projekte illustrieren das didaktische Prinzip, das auch den jetzt geförderten Ideen zugrunde liegen sollte. „Neben der Veränderung einzelner Lehrveranstaltungen kann aber auch die Umgestaltung größerer Einheiten gefördert werden, z.B. ganzer Module in einem Bachelor-Studiengang“, so Prof. Wilkens.
Zukunftskonzept Lehre
Das Prinzip des Forschenden Lernens ist im Zukunftskonzept Lehre der Ruhr-Universität verankert. Es fördert die inhaltliche Neugier durch eigene oder Mitwirkung an Forschungsprojekten und einen problemorientierten Zugang. Konkrete Forschungserfahrungen ermöglichen ein praktisches Vertrautwerden mit wissenschaftlichen Arbeits- und Denkweisen. In der Gemeinschaft von Lehrenden und Lernenden ist forschendes Lernen in disziplinäre und interdisziplinäre Diskurse eingebunden, die kritisch-konstruktiv dazu beitragen, das individuelle Wissen in einen Gesamtzusammenhang zu setzen, zu erweitern, zu bestätigen bzw. zu korrigieren.

