Die Vernunft der Bilder: Gewalt und Menschenrechte
Fachübergreifende Tagung und Ausstellung in der RUB
Konkret: Die Darstellung des Abstrakten in der Kunst
Programm im Internet
Das ausführliche Programm der Tagung steht im Internet unter
http://www.situation-kunst.de/dievernunftderbildergewalt.htm
Die Ethik des Bildes
Die Geschichte ist seit Jahrhunderten begleitet von einem unauslöschlichen Schatten der Gewalt. Das betrifft nicht nur die Darstellungen von Gewalt in zahlreichen Topoi und Bildsujets, sondern auch die Frage nach den Auswirkungen von Bildern auf das reale Leben. Die klassische Aufteilung in eine Logik der Bilder, die „zeigen“, und eine Vernunft des Denkens, das reflektiv „analysieren“ und „begründen“ kann, hat die jahrhundertealte „Entwertung“ von Bildern vertieft. Bildern wurde eine „Vernunft“ abgesprochen, zumal sie offensichtlich scheitern, wenn es um die Darstellung abstrakter Sachverhalte geht (z.B. Menschenwürde). Können Rechte oder ethische Ansprüche überhaupt angemessen ins Bild gebracht werden? Sollte sich das Bild nicht vielmehr mit „Evidenz“ begnügen? Nicht nur Künstler, sondern auch Philosophen und Wissenschaftler benachbarter Disziplinen sprechen in letzter Zeit vermehrt von einer „Ethik des Bildes“. So gibt die berühmte Künstlerin Marina Abramović in Abgrenzung von Platon zu verstehen, dass eine „Kunst ohne Ethik“ nichts weiter als eine Kosmetik sei.
Zeigen, verkörpern, wirken
Philosophen, Theologen, Kultur- und Medienwissenschaftler sowie international renommierte Künstler (z. B. Prof. Mischa Kuball und Bernd Schindowski) kommen auf der Tagung in Bochum zusammen, um die Ethik der Bilder zu diskutieren und Perspektiven für die moderne Kunst aufzuzeigen. In drei Themenblöcken geht es darum, wie Kunst Rechte überhaupt „sichtbar“ macht, wie sie Rechte „verkörpern“ kann und schließlich, wie die Darstellung von Rechten in den Künsten „wirkt“.

