Tarifpolitik zum Anfassen in der RUB-Sozialwissenschaft
Planspiel zu Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie
Zu Gast: der NRW-Landesschlichter
Hintergrund Wirtschaftskrise
„Ziel des Seminars war es, dass die Studierenden ein Verständnis von grundlegenden Funktions- und Wirkungsweisen von Tarifverträgen bzw. -verhandlungen als einem zentralen und bedeutenden Bereich der Regulierung von Erwerbsarbeit in Deutschland entwickeln“, sagt Dozentin Dipl.-Soz.Wiss Sophie Rosenbohm. Zum besseren Verständnis und zur Veranschaulichung simulieren sie zum Abschluss eine Tarifverhandlung der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie. Dabei können sie die im Seminar erarbeiteten theoretischen Hintergründe und die Erkenntnisse aus Expertengesprächen mit Vertretern der IG Metall Bochum und des Arbeitgeberverbandes der Eisen- und Metallindustrie Bochum und Umgebung e.V. praktisch umsetzen. „Vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschaftskrise bietet das Seminar eine gute Möglichkeit zu erfahren, welche Problemlösungen durch tarifliche Einigungen gefunden werden können“, so Sophie Rosenbohm. Darüber hinaus bietet die gerade beginnende reale Tarifrunde der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie einen Anschluss an aktuelle Geschehnisse, mit denen die Studierenden das eigene Vorgehen reflektieren können.
Unterstützung durch den Landesschlichter
Unterstützt werden die Studierenden bei der Verhandlungssimulation vom nordrhein-westfälischen Landesschlichter Bernhard Pollmeyer, der langjährige Erfahrung in der Schlichtung von Tarifstreitigkeiten und der Moderation von Betriebskonflikten hat. Er tritt auf den Plan, falls sich Beteiligten nicht einigen können, gibt im Anschluss seine Einschätzung ab, wie realistisch die Verhandlungen waren und berichtet von seiner Tätigkeit.

