Europaweit vorne mit dabei

Europaweit vorne mit dabei

27.07.2016
© adh
Mit einer Eröffnungsfeier begrüßten die Eusa-Games die 5.700 studentischen Athleten von über 400 Hochschulen aus ganz Europa.

Kicken, Dribbeln, Schwimmen, Kämpfen: Bei den Europäischen Hochschulmeisterschaften in Zagreb überzeugten Bochumer Studierende mit sportlichen Höchstleistungen.

50 Bochumer Athleten kämpften vom 12. bis 25. Juli 2016 in Zagreb und Rijeka in Kroatien um den Titel des europäischen Hochschulmeisters. Bei den European Universities Games (Eusa-Games) traten die Athleten der RUB in den Disziplinen Basketball, Fußball, Judo, Schwimmen und Taekwondo an – und holten reihenweise Medaillen.

Überragende Schwimmerinnen

Sehr erfolgreich verliefen die Eusa-Games für die Schwimmerinnen der RUB. Alice Ruhnau gewann gleich zwei Mal Gold über 50 sowie 100 Meter Brust. Eine Goldmedaille sicherte sich auch Alina Weber über 200 Meter Freistil. Über die halbe Distanz kam sie als Vierte ins Ziel.

Denise Gruhn und Michelle Lambert gelang ebenfalls der Sprung aufs Treppchen. Lambert holte Silber über 50 und 100 Meter Brust, Gruhn gewann Bronze über 200 Meter Freistil. Über die doppelte Distanz belegte sie den vierten Platz. Judith Hermeler verpasste einen Platz auf dem Podest über 100 Meter Brust knapp: Sie belegte den vierten Platz. Über 50 Meter Brust wurde Hermeler Sechste.

Auch im Team überzeugten die Schwimmerinnen: Die Staffel um Gruhn, Lambert, Ruhnau und Weber gewann über 4 mal 50 Meter Freistil die Silbermedaille. Die männlichen Schwimmer der RUB vertrat Lukas Hermeler. Er belegte über 100 Meter Brust den vierten Platz und schlug über 200 Meter Lagen als Sechster an.

Hohe Ambitionen

Mit hohen Ambitionen sind die RUB-Fußballer, auch als RUB11 bekannt, nach Zagreb gefahren: Der Titel sollte her. Kein Wunder, sind die Bochumer Uni-Kicker doch 2015 Europameister geworden. Geklappt hat es diesmal nicht: Im Finale verlor die RUB11 knapp mit 1:2 gegen das Team der Universität Minho aus Portugal. Trotz Enttäuschung über den verpassten Titel, freute sich die Elf besonders für Schlussmann Jonas Ermes, denn er wurde zum besten Torhüter des Turniers gewählt.

Als zweite Turniermannschaft der RUB gingen die Basketballerinnen an den Start. Für sie lief die Europameisterschaft durchwachsen. Nach einer schwachen Gruppenphase scheiterten die Damen vor dem Viertelfinale. Beim Spiel um den elften Platz wussten die Bochumer Basketballerinnen allerdings zu überzeugen: Souverän haben sie gegen die Damen der Universität Split aus Kroatien mit 79:56 gewonnen. Bei jedem Spiel am Spielfeldrand: Die Fußballer der RUB11, die kräftig anfeuerten.

Besonderer Teamspirit

Bei den Kampfsportlern reihten sich ebenfalls zwei Medaillengewinner ein: Natalie Urban erkämpfte im Taekwondo in der Gewichtsklasse über 73 Kilo den dritten Platz. Judoka Stefan Oldenburg sicherte sich Bronze in der Gewichtsklasse unter 81 Kilo. Das erfolgreiche Abschneiden führt er auch auf den besonderen Teamspirit der deutschen Athleten zurück: „Wir haben uns gegenseitig angefeuert, was dem einen oder anderen sicherlich das nötige Quäntchen Energie gebracht hat.“ Teamkollege Tim Knobloch ging im Judo für die RUB in der Gewichtsklasse unter 90 Kilo an den Start.

Zweitbeste deutsche Uni

Im Medaillenspiegel belegte die RUB den neunten Platz und ist nach der Hochschule Heidelberg die zweitbeste deutsche Universität. "Wir freuen uns, dass die Athleten sich mit unserer organisatorischen und finanziellen Unterstützung europaweit messen konnten – und dabei so erfolgreich waren", sagt Daniel Krüger vom Hochschulsport Bochum, der die Studierenden in Kroatien begleitete. Die Eusa-Games, die von der European University Sports Association ausgerichtet werden, fanden nach 2012 und 2014 zum dritten Mal statt. Insgesamt nahmen 5.700 Studenten von über 400 Universitäten aus 41 Ländern teil. Die nächsten Spiele werden 2018 im portugiesischen Coimbra ausgetragen.
 

Redaktion: Laura Collmann