Klimaprojekt: Dicke Luft in Städten ablassen

Klimaprojekt: Dicke Luft in Städten ablassen

© RUB, Marquard
Klimawandel? Es wird eindeutig immer wärmer.

Im Sommer gibt es immer häufiger heiße Tage, und die Winter werden milder – die Auswirkungen des Klimawandels sind zunehmend spürbar. Wie wir besser mit den Folgen leben können, erforschen nun Jugendliche.

Bislang fehlen nachhaltige Strategien

An der RUB ist das Umweltbildungsprojekt „Klimawandel findet Stadt“ gestartet. Die Idee ist ungewöhnlich. Denn anstatt ihre Forschung komplett selbst in die Hand zu nehmen, setzten die Wissenschaftler des Geographischen Instituts der RUB auf Unterstützer: Jugendliche.

Gestern noch brüllende Hitze, heute starker Niederschlag: Plötzliche Wetterschwankungen sind nur eine der vielen Folgen des Klimawandels. Schuld sind erhöhte CO2-Aufkommen, die insbesondere in Städten durch starken Verkehr und eine hohe Bevölkerungsdichte verursacht werden. Vielen Kommunen fehlen bislang nachhaltige Strategien, um sich an die veränderten Klimabedingungen anzupassen – und die dicke Luft in ihren Städten abzulassen.

Lebensraum Stadt entdecken und bewerten

Hier setzt das Projekt an: Schülerinnen und Schüler sollen im Sinne eines forschenden Lernens zunächst den Lebensraum Stadt entdecken und lernen, die Folgen des Klimawandels zu bewerten.

Im Anschluss ist ihre Kreativität gefragt: Anhand ihrer Erfahrungen sollen sie Strategien entwickeln, wie sich Städte und ihre Bewohner an die Folgen des Klimawandels anpassen können. Die Ergebnisse fließen in Lernmodule ein, die sich Themen wie „Stadtklima und Stadtplanung“ oder „Menschliche Gesundheit und Risikoprävention“ widmen.

Kooperationen mit Schulen und Behörden

Darüber hinaus entwickeln die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Projekts zusammen mit Lehramtsstudierenden zum Beispiel Ideen für eine klimaangepasste Bepflanzung städtischer Flächen. Die Module werden dann in verschiedenen Schulen erprobt und umgesetzt.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert das Projekt, das die RUB gemeinsamen mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und der Universität Trier durchführt, mit rund 370.000 Euro. Zu den Kooperationspartnern gehören Schulen, regionale Behörden und ein Umweltplanungsbüro.

Redaktion: Laura Collmann