Stifte für Aleppo

Stifte für Aleppo

06.07.2016
© RUB, Marquard
Sammelten Spenden auf dem Campus: Jan Gehm, Julia Kreuch und Sonja Lipperheide.

Nordsyrien, Aleppo: Die Stadt ist vom Krieg verwüstet, doch noch immer leben Menschen dort, und es gehen Kinder zur Schule. RUB-Studierende unterstützen eine dieser Schulen.

Stifte gegen Bares

Nicht nur reden, sondern handeln: Dieses Motto haben sich Studierende der Evangelisch-Theologischen Fakultät zu Herzen genommen. Mit einer Spendenaktion haben sie knapp 4.000 Euro für eine Schule in Syrien gesammelt.

„Stifte für Aleppo, Hilfe vor Ort“ heißt das Projekt, das die Studierenden im Dezember 2015 umgesetzt haben (wir berichteten auf Facebook). Auf dem Campus verkauften sie Stifte gegen eine Spende von 1 Euro oder mehr – so sammelten sie an einem Tag rund 1.500 Euro. Hinzu kamen Überweisungen auf ein Spendenkonto, das sie in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde Bochum eingerichtet hatten.

Hilfe vor Ort

„Wir möchten, dass Menschen, die trotz der Krise im Land geblieben sind, ihre Arbeit soweit es geht fortsetzen können“, so Jan Gehm, der das Projekt mitorganisiert hat. „Gerade für die Kinder ist es wichtig, dass weiter Schulbildung garantiert wird.“

Der Erlös geht an die evangelische Schule Al-Nash' Al-Jadeed in Aleppo, an der rund 700 Christen und Muslime gemeinsam lernen. Den Kontakt zur Schule hat Dr. Claudia Rammelt, Dozentin der Studierenden, hergestellt. Mit dem Geld sollen zum Beispiel Hefte, Bücher und Stifte angeschafft werden.

Im Libanon schließt sich der Kreis

Die Spende haben die Studierenden nun bei einer Konferenz im Libanon übergeben. So schließt sich der Kreis, denn auf einer Exkursion in den Libanon entstand im vergangenen Jahr überhaupt erst die Idee zum Hilfsprojekt. Hala Bitar, Vertreterin der presbyterianischen Kirche im Libanon und Syrien, hat den symbolischen Scheck entgegen genommen. Sie war selbst als Lehrerin in der Schule in Aleppo tätig.


Die Studierenden Julia Kreuch und Jan Gehm übergeben den symbolischen Scheck an Hala Bitar. (Foto: privat)