Medizinerausbildung: Geld für die Modellregion

Medizinerausbildung: Geld für die Modellregion

06.06.2016
© RUB, Schirdewahn
Investition in die Zukunft: Medizinstudierende im Labor – hier an der RUB, ab Herbst 2016 auch an Kliniken in Ostwestfalen-Lippe

Bevor die ersten Medizinstudierenden in die Modellregion Ostwestfalen-Lippe kommen, gibt es noch viel zu tun. Das Land investiert in die Infrastruktur für Forschung und Lehre.

Ab dem Wintersemester 2016/2017 beginnen die ersten 60 Studierenden ihre klinische Ausbildung in Kliniken in Ostwestfalen-Lippe (OWL). Für den Aufbau der notwendigen Infrastruktur stellt das Wissenschaftsministerium nun
1,7 Millionen Euro zur Verfügung. Investiert wird das Geld an den neuen Kliniken in Minden und Herford – zum Beispiel für Laborausstattungen, Geräte für die Forschung, Lehrmittel und Software.

Richtfest am Campusgebäude

Auch eine notwendige Baumaßnahme kommt gut voran. Am sogenannten Campusgebäude am Johannes-Wesling-Klinikum in Minden wird am 7. Juni 2016 Richtfest gefeiert. In dem dreigeschossigen Gebäude entstehen derzeit über 50 Räume. Dazu zählen Büros, Aufenthalts- und Konferenzräume, Übungslabore, eine Bibliothek und als Herzstück ein Hörsaal mit 300 Plätzen.

Universitätsklinikum erweitert

Mit einer feierlichen Vertragsunterzeichnung hat die Ruhr-Universität Bochum (RUB) im Mai 2015 ihr Universitätsklinikum erweitert. Neu unter dem Dach des nun größten deutschen Universitätsklinikums sind vier Häuser aus OWL, die den klinischen Ausbildungsabschnitt Bochumer Studierender mit übernehmen.

60 zusätzliche klinische Studienplätze werden dadurch pro Jahr geschaffen. Das Herz- und Diabeteszentrum in Bad Oeynhausen gehörte vorher schon zum Universitätsklinikum der RUB.

Für das Land NRW wird OWL damit zur Modellregion in der praktischen Medizinerausbildung.