Dorottya Szikra ist die neue Marie Jahoda

Dorottya Szikra ist die neue Marie Jahoda

24.05.2016
© Privat
Aus Budapest nach Bochum: die Soziologin Dorottya Szikra

Ungarn hat in den letzten Jahren einen Rechtsruck erfahren. Leidet darunter auch der Wohlfahrtsstaat?

Prof. Dr. Dorottya Szikra beschäftigt sie sich intensiv mit der Sozialpolitik und der Ausgestaltung des Wohlfahrtsstaates in ihrem Heimatland Ungarn. Sie hat dabei sowohl die vergleichende als auch die historische Perspektive im Blick. Die Soziologin ist seit dem 23. Mai in Deutschland; im Sommersemester 2016 lehrt sie an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) als Marie-Jahoda-Gastprofessorin für Internationale Geschlechterforschung.

Seminar und Vorlesung

Zusammen mit Prof. Dr. Heike Kahlert vom Lehrstuhl für Soziologie/Soziale Ungleichheit und Geschlecht hält Szikra am 16. und 17. Juni das Blockseminar „Gendering Family Politics and Policies in Europe“. Gemeinsam mit ihren Studierenden möchten die beiden Dozentinnen analysieren, wie sich familiäre und geschlechterspezifische Beziehungen unter den Bedingungen von Individualismus, Neoliberalismus und Globalisierung in verschiedenen europäischen Staaten verändern.
In ihrer Antrittsvorlesung „Dismantling Democracy and Welfare. The Social Family and Policy of the Orbán-Government in Hungary between 2010 and 2014” am 15. Juni (16 Uhr, GC 04/45) behandelt Szikra die Veränderungen der Sozial- und Familienpolitik durch die ungarische Regierung in Folge der europäischen Wirtschaftskrise.