Verhalten von Vorständen regulieren

Verhalten von Vorständen regulieren

12.05.2016
© RUB, Marquard
Manager und Aktionäre verfolgen ungleiche Ziele, doch bei beiden geht es ums Geld.

Manager und Aktionäre sind sich häufig nicht grün: Beide wollen maximalen Gewinn für sich, doch das geht oft zulasten des anderen. Maximilian Rowoldt hat erforscht, wie sich diese Spannungen vermeiden lassen.

Für seine Dissertation hat Wirtschaftswissenschaftler Maximilian Rowoldt den Ernst-Zander-Preis 2016 verliehen bekommen. Er untersuchte, mit welchen Mechanismen sich aktionärsschädigendes Verhalten von Managern verhindern lässt.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Unternehmensleitung und Aktionäre verfolgen häufig nicht die gleichen Ziele. Manager unterliegen schnell dem Anreiz sich ein möglichst großes Imperium aufzubauen, das eigene Gehalt zu maximieren oder insbesondere im Falle feindlicher Übernahmeversuche die eigene Position zu schützen, ohne dabei den langfristigen Nutzen für die Aktionäre zu berücksichtigen.

Maximilian Rowoldt verdeutlicht aus verschiedenen Perspektiven, wie wichtig es für die Funktionsfähigkeit von internationalen Kapitalmärkten ist, Unternehmen zu überwachen. Dazu gehört, dass Vorstände sowohl gesetzlich vorgeschriebene als auch freiwillige Berichte über ihr Unternehmen veröffentlichen. Außerdem sollte das Verhalten von Vorständen im Falle feindlicher Übernahmeangebote sowie die Ausschüttungsbemessung von Dividenden reguliert werden.