Eine Nummer fürs Leben

Eine Nummer fürs Leben

21.04.2016
© Fotolia, D.R.
Ein Klick und schon gibt es einen Überblick über alle Forschungsaktivitäten: ORCID macht es möglich.

Die Publikationsliste ist die Visitenkarte eines jeden Wissenschaftlers. Um die Zuordnung zwischen Autor und Beitrag zu verbessern, geht die Universitätsbibliothek der RUB nun neue Wege.

Viele Herausforderungen

Wer in der Wissenschaft arbeitet, hat viel Output: Bücher, Vorträge, Patente, Reports, Peer-Review-Tätigkeiten. Was ist aber, wenn es mehrere Wissenschaftlerinnen mit dem Namen Stefanie Müller gibt? Oder wenn Martin Meier heiratet und danach Martin Schmidt heißt? Die Zuordnung zwischen Autor und Publikation ist dann nicht mehr so leicht.

Kostenlose Registrierung bei ORCID

Eine Lösung bietet ORCID. Die Abkürzung steht für „Open Researcher and Contributor ID“, also für die eindeutige Identifizierung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. ORCID ist ein Online-Portal, in das Wissenschaftler ihre Publikationen und Informationen zu ihrer Person eintragen können. Die Registrierung ist kostenlos; jeder Autor erhält eine 16-stellige Ziffernkombination – seine sogenannte ORCID-ID –, die auch als URL ausgegeben werden kann. Wenn eine Wissenschaftlerin nun Manuskripte einreicht, sich für Forschungsprojekte oder Fördergelder bewirbt, kann sie ihre ORCID-ID angeben. Entscheider können so mit einem Klick auf alle Publikationen und Aktivitäten zugreifen – und landen mit Garantie bei der richtigen Person.

Das Gute: Die ORCID-ID bleibt während der gesamten Karriere bestehen, auch wenn sich beispielsweise der Name ändert.

Vorreiter in Deutschland

Ruhr-Universität und Technische Universität Dortmund haben nun als erste Universitäten in Deutschland eine ORCID-Mitgliedschaft abgeschlossen. Das bringt einige Vorteile mit sich: ORCID und die Hochschulbibliographie der RUB können zukünftig gegenseitig Daten austauschen. Das bedeutet, dass der Wissenschaftler nicht in beide System dieselben Informationen eingeben muss. Außerdem kann er über sein ORCID-Profil den automatisierten Datenaustausch mit Fachdatenbanken wie Web of Science und Scopus erlauben. Das ist nicht nur komfortabel, sondern erhöht die Sichtbarkeit der eigenen Forschung – was wiederum Einfluss auf Rankings hat. Dabei verbleibt die Datenhoheit bei den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Sobald der Dienst an der RUB zur Verfügung steht, informieren wir darüber.

Ansprechpartnerin für Rückfragen

Haben Sie Fragen zur Nutzung von ORCID an der RUB? Veronika Josenhans, Leiterin des Teams Hochschulbibliographie, steht Ihnen gerne zur Verfügung: Tel.: 0234 32 28560, E-Mail: veronika.josenhans@rub.de.

Redaktion: Maren Volkmann

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Über ORCID

ORCID gibt es seit Anfang 2012. Seitdem haben weltweit über zwei Millionen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine ORCID-ID angelegt.