Studieren zwischen Kunst und Wissenschaft

Studieren zwischen Kunst und Wissenschaft

13.04.2016
© RUB, Marquard
Ingenieur und Künstler: Laurent Chétouane hat Chemie und Theaterwissenschaft studiert. Inzwischen ist er ein wichtiger Vertreter des zeitgenössischen Tanzes.

Bankenkrise, Flüchtlingskrise, Europakrise – wie kann Kunst darauf reagieren? Regisseur Laurent Chétouane sucht als neuer Gastprofessor mit RUB-Studierenden nach Antworten.

Chaos mit Kunst erforschen

Als Christoph Schlingensief-Gastprofessor lehrt der Regisseur Laurent Chétouane ab dem Sommersemester 2016 ein Jahr lang am Institut für Theaterwissenschaft. Mit den RUB-Studierenden wird Chétouane ein Semester intensiv zum Thema Chaos forschen.

Ziel ist es, zu erfahren, wie produktiv Kunst mit chaotischen Verhältnissen in der Gesellschaft umgehen kann. „Aus Chaos kann auch etwas Neues entstehen. Es hat etwas Positives“, so Chétouane.

An der Grenze zwischen Wissenschaft und Kunst werden die Studierenden Kunstperformances erarbeiten. Ihre Ergebnisse präsentieren sie am 17. Juli 2016 in der Zeche 1 in Bochum. Im Wintersemester begleitet Chétouane die Studierenden und berät sie, wenn sie ihre künstlerischen Projekte weiterentwickeln.

Künstler und Studierende arbeiten zusammen

Der in Frankreich geborene Chétouane zählt zu den wichtigsten Vertretern des zeitgenössischen Tanzes und kennt das Ruhrgebiet auch schon von diversen Aufführungen – zum Beispiel der Ruhrtriennale.

Die Kunststiftung NRW und das Institut für Theaterwissenschaft holen bereits zum zweiten Mal einen international etablierten Künstler für die Christoph Schlingensief-Gastprofessur nach Bochum.

Praxisorientiertes Studium

Der Studiengang Szenische Forschung setzt sich nicht nur mit der Theorie des Theaters auseinander, sondern vor allem mit praktischen Ansätzen. Die Kunststiftung NRW ermöglicht mit der Gastprofessur eine besonders praxisorientierte Ausbildung an der RUB.

Seit 2015 lädt sie dafür Künstler und Kollektive nach Bochum ein, um mit den Studierenden den aktuellen Stand der Performing Arts zu erforschen und zu diskutieren.

Redaktion: Katharina Gregor