Evonik-Stiftung vergibt Stipendien an Flüchtlinge

Evonik-Stiftung vergibt Stipendien an Flüchtlinge

08.03.2016
© Evonik-Stiftung
Axel Schölmerich, Rektor der RUB, Mazen Draw, Flüchtling aus Syrien und Teilnehmer des Projektes „Offener Hörsaal“, und Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender der Evonik-Stiftung (v.l.n.r.).

Die Evonik-Stiftung unterstützt ab dem Wintersemester 2016/17 elf Flüchtlinge, die ihr Studium an der Ruhr-Universität beginnen oder fortsetzen möchten. Es ist das erste Projekt dieser Art in Deutschland.

Kooperationsunterzeichnung

Jungen Flüchtlingen eine akademische Ausbildung zu ermöglichen, ist das gemeinsame Ziel der Evonik-Stiftung und der Ruhr-Universität Bochum. Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender der Evonik-Stiftung, und Axel Schölmerich, Rektor der RUB, unterzeichneten jetzt eine Vereinbarung zur Schaffung von elf Stipendien speziell für Flüchtlinge. Das Programm richtet sich an junge Frauen und Männer, die in den Bereichen Ingenieur-, Natur- oder Wirtschaftswissenschaften eine im Heimatland bereits begonnene akademische Ausbildung an der RUB fortsetzen oder erstmals ein Studium aufnehmen wollen. Engel betonte anlässlich der Unterzeichnung: „Bildung ist eine wichtige Voraussetzung für eine gelungene Integration. Ich freue mich, dass wir als Evonik-Stiftung einen Beitrag leisten, jungen Flüchtlingen eine akademische Ausbildung zu ermöglichen.“

Projekt Offener Hörsaal

Die RUB hat ihre Hörsäle im vergangenen Jahr für Flüchtlinge geöffnet und das Projekt „Offener Hörsaal“ ins Leben gerufen. Aktuell sind 35 Personen aus neun Ländern als Gasthörer an der RUB, die Deutschkurse besuchen und bereits an Veranstaltungen ihrer Studienfächer teilnehmen. „Wir freuen uns sehr, dass die Evonik-Stiftung uns in diesem Projekt unterstützt. Die Teilnehmer des Offenen Hörsaals bestätigen uns durch ihre Motivation und ihre Lernbegeisterung in unserem Handeln. Wir erwarten, dass etliche von ihnen bald in ein reguläres Studium wechseln können“, sagte Rektor Schölmerich.

300 Euro Förderung im Monat

Die Stipendiaten sollen im Rahmen des Stipendiums eine feste monatliche Unterstützung in Höhe von 300 Euro erhalten. Zusätzlich übernimmt die Evonik-Stiftung die Kosten für Studiensozialbeiträge, Lernmittel und Deutschkurse. Darüber hinaus will die Evonik-Stiftung den Stipendiaten Paten zur Seite stellen. Insgesamt fördert die Evonik-Stiftung die akademische Ausbildung der Stipendiaten in den kommenden fünf Jahren mit 250.000 Euro. Die Mittel stammen zum Teil aus der eine Million Euro Soforthilfe, die die Evonik Industries AG der Evonik-Stiftung für Projekte in der Flüchtlingshilfe zur Verfügung gestellt hatte.

Der Bewerbungs- und Auswahlprozess für die Stipendien wird von der RUB gemeinsam mit der Evonik-Stiftung durchgeführt. Zu den Voraussetzungen für eine Teilnahme zählen unter anderem die Hochschulzugangsberechtigung und ein gesicherter Aufenthaltsstatus. Die Stipendien sollen zum Wintersemester 2016/17 vergeben werden.
 

Weitere Informationen
Dezernat Hochschulkommunikation, Michaela Wurm, Tel: 0234 32 22837 michaela.wurm@uv.rub.de