Hochschultour: „Erfolgreich studieren“

Hochschultour: „Erfolgreich studieren“

22.02.2016
© @RUB, Marquard
Internationale Studierende berichten Ministerin Schulze über ihren Weg an die RUB.

Ministerin Svenja Schulze hat auf ihrer Hochschultour die RUB besucht. Sie lernte die Talentscouts kennen und informierte sich über Projekte, die internationalen Bewerbern den Studieneinstieg in Deutschland ermöglichen.

Studienbrücke Deutschland

Bislang konnten Schulabgänger aus Russland und den Anrainerstaaten nicht sofort nach ihrem Schulabschluss ein Studium in Deutschland aufnehmen. Sie mussten entweder bereits ein Jahr in ihrem Heimatland studiert haben oder sich an einem Studienkolleg in Deutschland auf ein Studium vorbereiten. Das Land Nordrhein-Westfalen hat jetzt die gesetzlichen Voraussetzungen für den Hochschulzugang verändert und fördert Pilotprojekte an fünf Hochschulen.
Die Ruhr-Universität hat erfolgreich die Projekte „Studienstart Direkt“ und „Studienbrücke Deutschland“ konzipiert und umgesetzt. Aktuell sind zehn Stipendiaten an der RUB eingeschrieben, im nächsten Wintersemester folgen bis zu 20 weitere. Ministerin Schulze nutze die Gelegenheit, um mit Hochschulvertretern und Studierenden ins Gespräch zu kommen und ihre Erfahrungen zu sammeln. „Wir brauchen Angebote, die auf die individuellen Bedürfnisse einer vielfältigen Studierendenschaft eingehen – insbesondere in der Studieneingangsphase. Genau da setzen die Pilotprojekte der Ruhr-Universität an. Sie ermöglichen internationalen Studierenden einen Hochschulzugang ohne Zeitverzug“, so Schulze.
 

Talentscouting in Bochum

Seit Anfang des Jahres begleiten zehn Scouts junge Talente aus Bochum und Umgebung auf ihrem Weg von der Schule durchs Studium in den Beruf. Ermöglicht wird diese individuelle Betreuung der Schüler durch das Projekt Talentscouting. 6,4 Millionen Euro stellt die nordrhein-westfälische Landesregierung bis 2020 jährlich zur Verfügung, damit zunächst sieben Hochschulen im Ruhrgebiet ihre Arbeit am Übergang Schule/Hochschule intensivieren können. Ziel ist es, Bildungserfolg unabhängig von der Herkunft möglich zu machen.

„Mit dem Talentscouting wollen wir begabte Jugendliche aus Nichtakademikerfamilien auf dem Weg zu einem erfolgreichen Studium unterstützen. Ich freue mich sehr, dass das Projekt an den Bochumer Hochschulen so gut angelaufen ist. Die neuen Talentscouts sind für die Schülerinnen und Schüler wichtige Berater und Mutmacher", sagte Ministerin Schulze.

Die Scouts der Hochschule Bochum und der RUB absolvieren aktuell eine Ausbildung am NRW-Zentrum für Talentförderung in Gelsenkirchen. Gleichzeitig knüpfen sie Kontakte zu den Kooperationsschulen, lernen in Einzelgesprächen die Talente kennen und erarbeiten individuelle Förderpläne mit ihnen gemeinsam.