Intensive Erlebnisse werden speziell abgespeichert

Intensive Erlebnisse werden speziell abgespeichert

02.02.2016
© fotolia, aleksey ipatov

RUB-Forscher haben entdeckt, dass weniger intensive Erfahrungen nur im Zusammenspiel mit dem Wachstumsprotein BDNF im Gehirn abgespeichert werden. Besonders einprägsame Inhalte werden ohne Unterstützung des Proteins behalten.

Einfluss von BDNF auf synaptische Plastizität

Der sogenannte brain-derived neurotrophic factor (BDNF)ist ein Protein, das auf Neuronen des peripheren und zentralen Nervensystems wirkt. Im Gehirn ist es für das Überleben und das Wachstum von Nervenzellen und Synapsen zuständig. Dabei ist das Wachstumsprotein besonders im Hippocampus aktiv, ein Bereich, der für Lernen und Gedächtnis von großer Bedeutung ist. Die Forschergruppe um Prof. Dr. Denise Manahan-Vaughan und Prof. Dr. Stefan Herlitze hat nun zum ersten Mal in vivo untersucht, welchen Einfluss BDNF auf die Verstärkung und Abschwächung synaptischer Verbindungen im Hippocampus hat.

SFB 874 erforscht sensorische Verarbeitung

Ihre Studie entstand im Rahmen des Sonderforschungsbereiches 874 „Integration und Repräsentation sensorischer Prozesse“, der sich mit der Frage beschäftigt, wie Sinneseindrücke zu komplexem Verhalten und Gedächtnis verarbeitet werden. Die Arbeit des Forscherverbundes an der Ruhr-Universität Bochum wird seit 2010 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Denise Manahan-Vaughan, Abteilung für Neurophysiologie, Medizinische Fakultät, Ruhr-Universität Bochum, Tel. 0234/32-22042 Denise.Manahan-Vaughan@rub.de