Blue Square: Was unsere Gesellschaft verändert

Blue Square: Was unsere Gesellschaft verändert

21.01.2016
© RUB, Agentur
Viele Begriffe hat der Diskurs über die Flüchtlingskrise aufgeworfen oder ihre Bedeutung verändert. Die Ringvorlesung Flüchtlingssituation hilft, die Zusammenhänge zu verstehen.

Smartphones, Soziale Medien, Zuwanderung, andere Kulturen und Religionen: Unser Zusammenleben ist seit einigen Jahren immer mehr gravierenden Einflüssen ausgesetzt. Diese Entwicklungen sind in der kommenden Woche Themen einiger Vorträge im Blue Square.

++ Vortrag: Allgegenwärtige Selfies: Leben wir im Zeitalter des Selbstbildes? ++

Dienstag, 26. Januar 2016, 18 Uhr

Das „Selfie“ ist gleichermaßen beliebt wie verpönt. Das auf Armlänge geschossene Selbstporträt wird oft als eitle Selbstdarstellung geschmäht, ist allerdings aus unserem medialen Alltag nicht mehr wegzudenken. Man könnte schnell zu dem Schluss gelangen, dass wir in einem Zeitalter des Selbstbildes leben. Prof. Dr. Anna Tuschling kontrastiert die Selfie-Kultur mit historischen Vorläufern und widmet sich der Frage, was dieses zeitgenössische Phänomen für unsere digitale Gesellschaft bedeuten kann.

Reihe: Hörsaal City – Das Bild von mir

http://blue-square.rub.de/veranstaltungen/20160126-allgegenwaertige-selfies-leben-wir-im-zeitalter-des

++ Vortrag: Gewaltgeschichten und Verletzungsverhältnisse ++

Mittwoch, 27. Januar 2016, 18 Uhr

Menschen leben in „kollektiven Verletzungsverhältnissen“. Mit diesem sozialtheoretischen Begriff wird beschrieben, dass sich Personen als verletzbare und verletzungsfähige Subjekte begegnen. Sozialpsychologe Prof. Dr. Jürgen Straub thematisiert in seinem Vortrag, wie diese Verletzungsverhältnisse auch das Miteinander in der Flüchtlingskrise beeinflussen. Sie können über Generationen weitergegeben werden und bleiben so der Boden, auf dem sich Menschen erleben und behandeln.

Reihe: Ringvorlesung Flüchtlingssituation

Weitere Informationen
http://blue-square.rub.de/veranstaltungen/20160127-gewaltgeschichten-und-verletzungsverhaeltnisse

++ Konzert: Nexus-Saxophonquartett: Music Around the World ++

Donnerstag, 28. Januar 2016, 18 Uhr

Das Nexus-Saxophonquartett nimmt Sie mit auf eine musikalische Reise von Argentinien bis Afrika, mit Zwischenstopps in St. Louis, Charleston und Tunis. Zu hören gibt es Musik von Tango bis Blues mit Schwerpunkt auf den unterschiedlichen Facetten des „jazzigen“ Saxophon-Sounds.

Das klanglich ausdifferenzierte Zusammenspiel von vier Saxophonen ist die Maxime dieses Ensembles aus dem Ruhrgebiet. Der Name Nexus steht für Verknüpfungen: Immer wieder verbindet das Quartett unterschiedliche Klangfarben und Stile. Mit einem breit gefächerten Repertoire gelingt diese Verknüpfung aus Originalkompositionen und Bearbeitungen für vier Saxophone in verschiedenen Tonlagen, welche sowohl Jazzstandards und groovige Sounds wie auch Tangos umfassen. 2009 wurde das Nexus-Saxophonquartett gegründet und besteht in der jetzigen Formation seit 2011. Die vier Instrumentalisten haben ihre langjährige Erfahrung zu einem runden Sound voller klanglicher und rhythmischer Nuancen zusammengebracht.

Reihe: Klang im Quadrat

Weitere Informationen
http://blue-square.rub.de/veranstaltungen/20160128-nexus-saxophonquartett-music-around-world

++ Vortrag: Mehr Flüchtlinge = mehr Kriminalität? Eine kriminologisch-kriminalistische Einschätzung der aktuellen Diskussion ++

Freitag, 29. Januar 2016, 18 Uhr

Die Flüchtlingsdebatte hat sich seit den Übergriffen der Kölner Silvesternacht deutlich verschärft. Prof. Dr. Thomas Feltes (Lehrstuhl für Kriminologie) und André Schulz (Vorsitzender des Bundes deutscher Kriminalbeamter) widmen sich nach kriminologischen Gesichtspunkten der Frage: Bedeutet die Einwanderung von Flüchtlingen einen Anstieg der Kriminalität? Die Referenten werden außerdem auf aktuelle Entwicklungen und Erfahrungen mit Flüchtlingen in der polizeilichen Praxis eingehen und Erklärungsansätze für die medial aufgeheizte Diskussion nach den Ereignissen in Köln präsentieren.

Reihe: Ringvorlesung Flüchtlingssituation

Weitere Informationen
http://blue-square.rub.de/veranstaltungen/20160129-mehr-fluechtlinge-mehr-kriminalitaet-eine

++ Ausstellung: Völlig losgelöst ++

9. Januar bis 14. Februar 2016, täglich 10 bis 18 Uhr

Was hat das Rosten einer Stahloberfläche mit der Kälteresistenz eines Polardorsches gemeinsam? Beide Phänomene hängen eng mit Vorgängen in Lösungen zusammen. Die Ausstellung „Völlig losgelöst“ nimmt ihre Besucher mit zu einer Expedition in die Welt der naturwissenschaftlichen Forschung. An Beispielen wie Uranin, das in Wasser gelöst gelbgrün fluoresziert, erklärt die Ausstellung visuell beeindruckend, was die Naturwissenschaft allgemein und die Erforschung von Lösungen speziell zu einem Erlebnis macht. Zusätzlich können sich Besucher jeden Alters bei einem Experimentier-Programm selber als Forscher versuchen (siehe unten). „Völlig losgelöst“ ist ein Projekt des Exzellenzclusters RESOLV (Ruhr Explores Solvation). Der Forscherverbund stellt seine Forschung, Akteure und das Thema „Solvation Science“ vor.

Weitere Informationen
http://blue-square.rub.de/veranstaltungen/20160109-ausstellung-voellig-losgeloest

++ Mitmach-Experimente für jedermann: Völlig losgelöst ++

9. Januar bis 14. Februar 2016, immer samstags, 12 bis 16 Uhr, sowie sonntags, 14 bis 16 Uhr

Warum löst sich eine Brausetablette in Wasser auf? Und wie explodieren die bei Kindern beliebten „Bomb Bags“? Beim Mitmach-Programm der Ausstellung „Völlig losgelöst“ dürfen Besucher jeden Alters zu Chemikern werden und kleine Versuche ausprobieren. Wer sich als Chemiker unter Beweis gestellt hat, bekommt ein Selbstbauset für Textmarker zum Weiterexperimentieren für zu Hause.

Weitere Informationen
http://blue-square.rub.de/veranstaltungen/20160110-mitmach-experimente-fuer-jedermann

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Veranstaltungsort

Alle Veranstaltungen finden statt im Blue Square, Kortumstraße 90, 44787 Bochum. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung – wenn nicht anders angegeben – nicht erforderlich.

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